250 prominente Frauen fordern mit 10-Punkte-Plan härtere Gesetze gegen Männergewalt
Ida König250 prominente Frauen fordern mit 10-Punkte-Plan härtere Gesetze gegen Männergewalt
Bündnis von 250 prominenten Frauen präsentiert 10-Punkte-Plan gegen Männergewalt
Ein Zusammenschluss von 250 bekannten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Zu der Initiative gehören Politikerinnen, Aktivistinnen, Unterhalterinnen und Künstlerinnen, die dringende Rechtsreformen fordern. Ihre Kernforderungen zielen auf besseren Schutz für Frauen – sowohl im physischen als auch im digitalen Raum.
Unter den Unterzeichnerinnen finden sich prominente Namen wie die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas und die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner. Auch die Moderatorin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Veronica Ferres, die Musikerin Nina Chuba und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützen die Kampagne. Gemeinsam fordern sie grundlegende Änderungen im Sexualstrafrecht.
Ein zentraler Punkt ist die Einführung eines "Ja-heißt-Ja"-Modells, das die rechtliche Anerkennung von Einwilligung bei Sexualdelikten neu definiert. Zudem soll Femizid als eigenständiger Straftatbestand im deutschen Recht verankert werden.
Ein weiteres drängendes Thema ist digitale Gewalt. Die Initiative verlangt, nicht einvernehmliche, sexualisierte Deepfake-Inhalte unter Strafe zu stellen. Gefordert wird zudem ein Digitales Schutzgesetz, das sicherstellt, dass schädliches Material schnell gelöscht und Täter identifiziert werden. Darüber hinaus verlangen sie ein Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die Menschen auf Fotos ohne deren Zustimmung entkleiden.
Die Vorschläge sollen rechtliche Lücken beim Schutz vor körperlicher und digitaler Gewalt schließen. Bisher hat die Bundesregierung öffentlich noch nicht auf den Plan reagiert. Auch neue Gesetzesinitiativen in dieser Sache wurden bisher nicht angekündigt.






