03 April 2026, 08:15

AfD gewinnt bei Migranten aus Polen und Russland – doch Türkischstämmige bleiben skeptisch

Gruppe von Menschen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mit einer Fahne mit der Aufschrift "Zukunft ist ein Mensch Neustar ima" und umgeben von Fahnenmasten.

AfD gewinnt bei Migranten aus Polen und Russland – doch Türkischstämmige bleiben skeptisch

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt wandelnde politische Bindungen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die auf über 3.000 Befragten basierende Untersuchung belegt, dass die AfD in bestimmten Gruppen an Zuspruch gewinnt, während traditionelle Parteien an Einfluss verlieren.

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Die Ergebnisse verdeutlichen deutliche Unterschiede in der Unterstützung je nach Herkunft: Die AfD liegt inzwischen in einigen Gemeinschaften vorn, in anderen hingegen weit hinten. Die Studie bestätigt den wachsenden Zuspruch für die AfD unter Menschen mit polnischen und russischen Wurzeln. Bei Nachkommen polnischer Herkunft kommt die Partei mittlerweile auf 33 Prozent – und überholt damit die Union, die einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Auch unter Spätaussiedlern liegt die AfD mit 31 Prozent vorne, während die Union nur 25 Prozent erreicht.

Unter den Befragten mit russischen Wurzeln zeigt sich eine moderate Unterstützung für die AfD (14 Prozent), die damit gleichauf mit der Union liegt, aber deutlich hinter der SPD (43 Prozent) zurückbleibt. Bei Deutschtürken hingegen kämpft die Partei um Zustimmung: Mit nur 8 Prozent liegt sie gleichauf mit den Grünen, weit abgeschlagen hinter der SPD, die hier mit 35 Prozent dominiert.

Der Bericht führt diese Unterschiede auf divergierende Einstellungen zur Migration zurück. Zudem verweist er auf die jüngsten Wahlerfolge der AfD in Nordrhein-Westfalen, wo die Partei in mehreren Ruhrgebietsstädten zweit- oder sogar erstplatziert war. Daten zu Veränderungen in den Präferenzen von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund der vergangenen fünf Jahre liegen der Studie jedoch nicht vor.

Während die AfD unter polnischen und russischen Nachkommen an Boden gewinnt, bleibt sie bei Deutschtürken schwach. Die SPD behält in einigen Gemeinschaften eine starke Position, doch der Niedergang der Union ist unübersehbar. Diese Entwicklungen spiegeln tiefere politische Gräben innerhalb der vielfältigen Bevölkerung Deutschlands wider.

Quelle