27 April 2026, 14:21

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen

Organigramm der Salem Corporation mit Abteilungen und ihren Rollen.

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen

Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an

Der Großteil der Stellenstreichungen betrifft die Digitalabteilung Aldi DX, wo über 1.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Den Beschäftigten werden freiwillige Abfindungsprogramme angeboten; Zwangsentlassungen sind nicht vorgesehen.

Der Handelskonzern hatte sein IT-Personal zuvor deutlich ausgebaut – auf mehr als 4.000 Mitarbeiter. Noch im November 2024 hatte Aldi Süd sogar eine eigene Technologie-Tochter, Aldi DX, gegründet, um im Rahmen des Projekts AHEAD ein standardisiertes, globales IT-System aufzubauen. Ziel war es, die Abläufe in allen Märkten zu vereinheitlichen.

Auch die internationale Einkaufsorganisation Aldi International Services ist von den Stellenkürzungen betroffen. Diese Einheit, die von der Konzernholding in Salzburg gesteuert wird, übernimmt übergreifende Funktionen.

Im November 2025 vertiefte Aldi Süd zudem die Zusammenarbeit mit dem indischen IT-Dienstleister Tata Consultancy Services. Künftig wird das Unternehmen einen Großteil seiner Technologieoperationen auslagern. Tata Consultancy Services soll die Systeme von Aldi Süd modernisieren, die Effizienz steigern und dem Händler helfen, sich schneller an Marktveränderungen anzupassen.

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Die Umstrukturierung bedeutet, dass Aldi Süd künftig mit weniger eigenem Personal in IT-Projekten arbeiten wird. Stattdessen übernehmen externe Partner mehr Verantwortung.

Die Stellenkürzungen markieren einen Strategiewechsel im Umgang mit Technologie: Durch den Abbau der internen IT-Belegschaft setzt das Unternehmen stärker auf externe Dienstleister. Die Veränderungen werden voraussichtlich prägend dafür sein, wie der Händler seine digitalen Abläufe und Einkaufsprozesse in Zukunft steuert.

Quelle