Anne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit Stolperstein-Projekten in Viersen
Jonas GüntherAnne-Frank-Gesamtschule stärkt Erinnerungskultur mit Stolperstein-Projekten in Viersen
Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken hat ihre Partnerschaft mit dem Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) e. V. in Viersen erneuert. Die Zusammenarbeit wird für weitere drei Jahre fortgesetzt und konzentriert sich auf Bildungsprojekte mit Bezug zur regionalen Geschichte. Lehrkräfte und Schüler bereiten bereits neue Initiativen vor, darunter Veranstaltungen zum bevorstehenden Gedenktag am 9. November.
Schulleiterin Ilka Werner hat das Kollegium aufgefordert, sich stärker in der Aktion "Stolpersteine putzen" zu engagieren. Dabei geht es um die Pflege der Messing-Gedenktafeln, die in Gehwegen in ganz Viersen eingebettet sind und an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Besonders im Vorfeld des 9. November – einem zentralen Datum der deutschen Erinnerungskultur – wird sich die Schule intensiver einbringen.
Lehrerin Corinne Flasshoff leitet mit ihren Schülern zwei separate Projekte: Eine Gruppe besucht das Holocaust-Mahnmal nahe der St.-Joseph-Kirche an der Städtischen Realschule, während eine andere im Kreisarchiv historische Unterlagen zur lokalen Geschichte recherchiert.
Die nächste Verlegung von Stolpersteinen ist für Anfang 2027 in der Viersener Innenstadt geplant. Zwar steht die genaue Anzahl der neuen Tafeln noch nicht fest, doch die fortgesetzte Partnerschaft sichert die weitere Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein.
Die verlängerte Vereinbarung unterstreicht das Engagement der Schule für die Bewahrung der Erinnerungskultur. Schüler werden sich in praktischen Aktivitäten einbringen – von Archivrecherchen bis zur Pflege der Gedenkstätten – und so ihr Verständnis für die Vergangenheit vertiefen. Die nächste Phase der Stolperstein-Verlegungen wird diese Bemühungen noch stärker in der Gemeinschaft verankern.






