13 March 2026, 22:20

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenpfahl, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Kreistag gibt grünes Licht

Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark, nachdem der Kreis Borken das Projekt genehmigt hat. Die von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) getragene Initiative soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln. Bei termingerechter Fertigstellung könnte das Vorhaben zudem die Müllgebühren für Anwohner senken.

Das Gelände gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus und diente einst als Deponie. Da der Untergrund noch immer nachsackt, ist eine herkömmliche Bebauung schwierig – für Solarmodule sei der Standort jedoch ideal, heißt es seitens der Verantwortlichen. Um staatliche Fördermittel zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb gehen.

Neben der Stromerzeugung wird der Standort auch als möglicher Standort für großtechnische Energiespeicher geprüft. Diese könnten überschüssige Windenergie zwischenspeichern und so zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Gelingt das Vorhaben, wäre es eines der ersten großen Solarprojekte auf einer stillgelegten Deponie in Deutschland seit Jahren.

Hintergrund ist, dass seit 2021 bundesweit keine vergleichbaren Großprojekte auf ehemaligen Deponien mehr genehmigt wurden. Die AWG Westmünsterland übernimmt die Umsetzung mit dem Ziel, die jährlichen Unterhaltskosten der Altdeponie zu reduzieren. Langfristig könnten sinkende Ausgaben zu niedrigeren Abfallgebühren für Haushalte in der Region führen.

Aus der stillgelegten Mülldeponie wird so eine Quelle sauberer Energie. Wird die Frist 2025 eingehalten, sichert das nicht nur die Förderung, sondern entlastet möglicherweise auch den Haushalt der lokalen Abfallwirtschaft. Falls das Projekt wie geplant verläuft, profitieren die Anwohner künftig von geringeren Entsorgungskosten.

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