Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim
Jonas GüntherBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hat sich der Verein nun für Monheim am Rhein entschieden. Doch das Projekt stößt auf starken politischen Widerstand und wird immer wieder verzögert.
Die aktuellen Trainingsanlagen des Clubs in der Nähe der BayArena sind durch den geplanten Ausbau einer Autobahn bedroht. Dadurch hat sich der Druck erhöht, einen neuen Standort zu finden. Der geplante Campus in Monheim soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie öffentliche Rad- und Joggingwege umfassen.
Trotz mehrfacher Kürzungen der Pläne blockiert eine Koalition lokaler Politiker das Vorhaben. Die regierende Peto-Partei verlor bei den Kommunalwahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat. Die neue Koalition lehnt den Campus konsequent aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen ab.
Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Folgen, sollte das Projekt scheitern. Ohne den neuen Campus drohe dem Verein ein Rückstand im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs – insbesondere bei der Infrastruktur. Bill Anderson, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, bestätigte, dass das Unternehmen die politischen Entscheidungen zum Projekt genau verfolge.
Der Campus in Monheim gilt als entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins. Sein Erfolg hängt davon ab, ob der aktuelle politische Widerstand überwunden werden kann. Ohne Genehmigung könnte Bayer 04 Leverkusen im Wettbewerb mit den Bundesliga-Rivalen ins Hintertreffen geraten.
