15 May 2026, 22:19

Bergisch Gladbach will die Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung

Ein Fluss fließt durch einen grünen Park neben hohen Gebäuden mit Bäumen, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen und einem bewölkten Himmel.

Bergisch Gladbach will die Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung

Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Industriegelände von Zanders voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimawandel-Anpassungsprogramms unterstützt. Bei Erfolg könnte das Projekt das Gebiet grundlegend verändern und einen lange vergrabenen Abschnitt des Flusses freilegen.

Die Stadt strebt eine Förderung von bis zu 5,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ an. Damit würden etwa 80 Prozent der Kosten gedeckt, die restlichen 20 Prozent sollen aus den Sonderrücklagen der Kommune stammen. Die endgültige Entscheidung über die Mittelvergabe trifft der Haushaltsausschuss des Bundestags, voraussichtlich Ende 2026.

Lokale Politiker zeigen sich geschlossen hinter dem Vorhaben. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Ausschuss die Förderung bewilligen werde. Theresia Meinhardt von den Grünen betonte unterdessen, die Renaturierung der Strunde werde dem Zanders-Gelände ein neues Gesicht geben und seine Attraktivität deutlich steigern.

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Das Projekt steht und fällt mit der Zustimmung des Parlaments. Mit Bosbachs Unterstützung will die Stadt ihre Position vor der Prüfung durch den Haushaltsausschuss im vierten Quartal 2026 stärken.

Bei einer Bewilligung wäre die Renaturierung der Strunde ein wichtiger Schritt zur Belebung des Zanders-Areals. Die Stadt würde ein Fünftel der Kosten tragen, während der Bund den Großteil der insgesamt 6,75 Millionen Euro übernehmen würde. Die Entscheidung liegt nun beim Bundestag – voraussichtlich Ende 2026.

Quelle