Bistum Münster reformiert Verwaltung seiner 660 katholischen Kitas bis 2027
Jonas GüntherBistum Münster reformiert Verwaltung seiner 660 katholischen Kitas bis 2027
Bistum Münster reformiert Unterstützung für seine 660 katholischen Kindergärten
Bis 2027 sollen drei regionale gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) die finanziellen und administrativen Aufgaben für die Einrichtungen übernehmen. Der Diözesanadministrator Antonius Hamers bezeichnete die Umstrukturierung als "unausweichlich" – begründet mit Änderungen bei der staatlichen Förderung der Kinderbetreuung.
Das neue System sieht vor, dass jede Kirchengemeinde abstimmt, ob sie sich der gGmbH-Struktur anschließt. Ohne ihre Zustimmung kann der Übergang nicht vollzogen werden. Noch ist unklar, wie viele Kindergärten genau in die geplanten regionalen Strukturen passen.
Drei gGmbHs werden unterschiedliche Gebiete abdecken: die Kita gGmbH Niederrhein, eine zweite für die Stadt Münster und die umliegenden Kreise sowie eine dritte für die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen. Zudem entsteht eine übergeordnete gGmbH, um flexibel auf künftige Herausforderungen reagieren zu können.
Hamers kritisierte die aktuelle Unterfinanzierung der Kinderbetreuung durch das Kinderbildungsgesetz (KibiZ) in Nordrhein-Westfalen. Das neue Modell solle langfristige finanzielle Stabilität sichern. Die Pfarrgemeinden bleiben zwar eng mit ihren Kindergärten verbunden, geben aber die tägliche Verwaltung ab.
In Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen sollen rechtliche, finanzielle, personelle und strukturelle Fragen geklärt werden. Ziel des Bistums ist eine moderne und nachhaltige Steuerung seiner frühkindlichen Bildungsangebote.
Die Reform verlagert administrative Lasten von den Gemeinden weg, bindet sie aber weiterhin ein. Bei Zustimmung der einzelnen Gemeinden sollen die gGmbHs bis 2027 ihre Arbeit aufnehmen. Langfristig erwartet das Bistum dadurch mehr finanzielle Sicherheit für seine Kindergärten.






