Bonn verschärft Verkehrskontrollen nach Rekordzahl an Radunfällen 2025
Tobias FischerBonn verschärft Verkehrskontrollen nach Rekordzahl an Radunfällen 2025
Bonner Polizei verstärkt Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit nach Anstieg von Unfällen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern
Allein im Jahr 2025 waren in Bonn 851 Radfahrer und E-Bike-Nutzer in Verkehrsunfälle verwickelt. Als Reaktion auf die steigenden Zahlen hat die Polizei ihre Bemühungen intensiviert, die Sicherheit im Straßenverkehr durch eine Kombination aus schärferen Kontrollen und Aufklärungskampagnen zu verbessern.
Über 20 Beamte führten Verkehrskontrollen durch, bei denen mehr als 200 Radfahrer und 141 weitere Verkehrsteilnehmer wegen Verstößen belangt wurden. Besonders besorgniserregend blieb Rasen: Von 2.700 überwachten Fahrzeugen überschritten 125 die zulässige Geschwindigkeit – vor allem in Schulnähe. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf abgelenktem Fahren, insbesondere der Nutzung von Smartphones und Kopfhörern, die häufig zu Kollisionen beitragen.
Präventivmaßnahmen wie Fahrradsicherheitstrainings an sieben Grundschulen ergänzten die Kontrollen. Dabei standen Themen wie korrekte Beleuchtung, Sichtbarkeit und die Helmpflicht im Mittelpunkt – Faktoren, die die Schwere von Verletzungen deutlich verringern können. Besonders beleuchtet wurden auch Gefahren beim Abbiegen, da Radfahrer bei Fahrmanövern anderer Fahrzeuge oft übersehen werden.
Neben Radfahrern waren 2024 auch 229 Motorrad- und 129 E-Scooter-Fahrer in Unfälle verwickelt. Als wiederkehrende Risikofaktoren wurden überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie mangelnde Schutzkleidung identifiziert.
Die Kampagne machte auf anhaltende Gefahren wie Rasen, Ablenkung und schlechte Sichtbarkeit aufmerksam. Durch die Kombination aus Kontrollen und Aufklärung wollen die Behörden die Unfallzahlen bei Radfahrern, E-Scooter-Nutzern und Motorradfahrern senken. Weitere Kontrollen und Schulungen sind in den kommenden Monaten geplant.






