29 April 2026, 04:55

Bundesmittel-Kürzungen bedrohen Anti-Rassismus-Projekte an Schulen mit Migrationshintergrund

Plakat für den American Rescue Plan, mit Text, der besagt, dass es die Kinderarmut in der Hälfte reduzieren würde, und einem Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Bundesmittel-Kürzungen bedrohen Anti-Rassismus-Projekte an Schulen mit Migrationshintergrund

Kürzungen bei Bundesmitteln gefährden Anti-Rassismus- und Demokratieprojekte an deutschen Schulen

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die Förderung für das Programm "Demokratie leben!" gekürzt – damit stehen zahlreiche Initiativen vor dem Aus. Betroffen sind auch Organisationen, die mit der Schule von Felix Bjerke zusammenarbeiten, wo 90 Prozent der Schüler:innen einen Migrationshintergrund haben.

Die Mittelkürzungen treffen vor allem langfristig angelegte Projekte wie das Demokratiefestival in Köln. Viele gestrichene Programme sind in Ostdeutschland aktiv, wo rechtsextreme Gruppen starken Einfluss haben. Gleichzeitig meiden Lehrkräfte kontroverse Themen wie Klimawandel aus Angst vor Vorwürfen politischer Voreingenommenheit.

An Bjerkes Schule stehen nun Workshops zu Anti-Rassismus, Extremismusprävention und Antisemitismus auf der Kippe. Die Einrichtung ist Teil des Netzwerks "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", dem bundesweit 5.000 Schulen angehören. Bjerke koordiniert das Programm vor Ort, doch Partner wie "180 Grad Wende" und "Transaidency" verlieren ihre Bundesförderung.

Ein Bündnis von Bildungsinitiativen hat als Reaktion die Petition "Schulen stellen sich quer" gestartet. Die Kampagne soll Lehrkräften mehr Rückhalt im Umgang mit Diskriminierung und Hassrede geben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Kürzungen entziehen Anti-Rassismus-Projekten wichtige Ressourcen. Initiativen gegen Extremismus und Verschwörungserzählungen müssen nun nach alternativen Finanzquellen suchen. Ohne Gegensteuer könnten Schulen in Risikogebieten ihre Programme nicht aufrechterhalten.

Quelle