Bundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Tobias FischerBundeswehr startet großangelegte Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Großangelegte Militärübung ab diesem Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die Bundeswehr nutzt für eine Woche das Gelände des ehemaligen Alliierten Hauptquartiers (JHQ) für operationelle Ausbildungszwecke. Anwohner müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
Im Mittelpunkt der Übung steht die Erprobung von Kommunikationsabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen sind an den Manövern beteiligt. Es kommt ausschließlich Platzmunition zum Einsatz, sodass keine scharfe Munition verwendet wird und keine Risiken durch Schusswaffen bestehen.
Das ehemalige JHQ-Gelände in Mönchengladbach umfasst 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Die verlassene Anlage wird regelmäßig von Polizeieinheiten und Katastrophenschutzteams für Übungszwecke genutzt. Vergleichbare Manöver finden seit 2013 statt, darunter auch frühere Bundeswehr-Trainings des Landeskommandos NRW im März 2026.
Darüber hinaus ist das Gelände seit über 40 Jahren Austragungsort des jährlichen Internationalen Militärwettkampfs Mönchengladbach. Die aktuelle Übung knüpft an die Tradition großangelegter Manöver in der Region an.
Die Übung dauert sieben Tage, wobei während der Ausbildung mit lauten Knallgeräuschen zu rechnen ist. Die Behörden betonen, dass alle Aktivitäten kontrolliert ablaufen und keine Bedrohung darstellen. Ziel der Manöver ist es, die Einsatzbereitschaft für Verteidigungsszenarien zu stärken.