Bürgergemeinschaft Solingen attackiert Klinikums-Pläne für Lohnkürzungen als verantwortungslos
Ida KönigBürgergemeinschaft Solingen attackiert Klinikums-Pläne für Lohnkürzungen als verantwortungslos
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat die jüngsten Entscheidungen der lokalen Parteien zur Zukunft des Solinger Städtischen Klinikums scharf kritisiert. Die Initiative wirft den Plänen, die finanziellen Probleme des Krankenhauses durch Lohnkürzungen zu lösen, vor, inakzeptabel zu sein und die Rechte der Beschäftigten zu untergraben.
Die BfS verurteilte CDU, FDP und SPD dafür, die Gehaltsverhandlungen in nicht-öffentliche Ausschusssitzungen verlagert zu haben. Martin Bender, Sprecher der BfS, betonte, dass eine solche Intransparenz den Grundsätzen der Organisation widerspreche. Zudem bezeichnete er das Vorgehen des Klinikums als verantwortungslos, da es prekäre Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und unsichere Versorgungsstrukturen für die Bevölkerung schaffe.
Jan Salewski, ebenfalls von der BfS, unterstrich, dass weitreichende Entscheidungen wie diese einer offenen, öffentlichen Debatte bedürften. Die Gruppe warf dem Krankenhaus zudem vor, mit zynischer Haltung hochqualifizierte Fachkräfte halten zu wollen. Laut BfS leisten die Beschäftigten im Gesundheitswesen unverzichtbare Arbeit, würden jedoch für ihre verantwortungsvollen Tätigkeiten unangemessen bezahlt.
Durch die Verlagerung der Verantwortung hätten sich CDU, FDP und SPD de facto von den Interessen der Belegschaft distanziert. Damit seien nun die BfS und die Grünen die einzigen politischen Kräfte, die sich konsequent für faire Löhne in diesem Konflikt einsetzten.
Die Bürgergemeinschaft hält Lohnkürzungen für keinen geeigneten Lösungsansatz zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise des Klinikums. Stattdessen fordert sie Transparenz und Gerechtigkeit bei der Aufarbeitung der Problemlage. Den lokalen Vertretern von CDU, FDP und SPD bescheinigt die BfS in dieser Angelegenheit jedenfalls einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust.






