09 May 2026, 14:20

Cannabisgesetz 2024: Was sich in Deutschland seit April wirklich geändert hat

Plakat mit Text, der die jährlichen Ausgaben der USA für die Durchsetzung des Marihuana-Gesetzes von 3.613.969.972 USD angibt, illustriert durch einen Mülltonnenberg mit Geldscheinen.

Cannabisgesetz 2024: Was sich in Deutschland seit April wirklich geändert hat

Deutschlands Cannabisgesetz trat am 1. April 2024 in Kraft, nachdem der Bundestag es im Februar desselben Jahres verabschiedet hatte. Das Gesetz erlaubt Erwachsenen den Anbau und Besitz von Cannabis für den privaten Gebrauch, legt aber gleichzeitig strenge Regeln für Anbauvereine und den öffentlichen Konsum fest.

Die neue Regelung folgt einem zweigleisigen Ansatz. Zum einen wurde der private Anbau und Besitz für den Eigenbedarf legalisiert. Seit dem 1. Juli 2024 dürfen Erwachsene bis zu drei Cannabispflanzen zu Hause anbauen und bis zu 25 Gramm in der Öffentlichkeit mitführen. Im privaten Raum ist die Lagerung von bis zu 50 Gramm erlaubt. Der Konsum bleibt jedoch in der Nähe von Minderjährigen sowie in bestimmten öffentlichen Bereichen wie Schulen oder Spielplätzen verboten.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf regionalen Modellprojekten für die kommerzielle Produktion und den Verkauf. Diese Projekte befinden sich noch in der Entwicklung, doch nichtkommerzielle Anbauvereine haben bereits ihre Arbeit aufgenommen. Jeder Verein darf bis zu 500 Mitglieder haben, die mindestens 21 Jahre alt sein müssen. Die Mitglieder erhalten monatlich maximal 50 Gramm getrocknetes Cannabis für den persönlichen Gebrauch.

Um einen Anbauverein zu betreiben, benötigen die Organisatoren eine Genehmigung der örtlichen Behörden und müssen Sicherheits- sowie Zuverlässigkeitsauflagen erfüllen. Bis Anfang März 2025 waren von bundesweit 593 Anträgen erst 133 bewilligt worden. Zudem führte das Gesetz einen Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blut für Autofahrer ein.

Im Dezember 2024 trat die Cannabis-Wissenschaftsverantwortungsverordnung in Kraft. Sie ermöglicht Forschern die Untersuchung von Freizeitcannabis und eröffnet damit neue Wege für die wissenschaftliche Erforschung.

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Das Cannabisgesetz hat den Zugang und Umgang mit Cannabis in Deutschland grundlegend verändert: Privater Anbau ist nun unter strengen Auflagen erlaubt. Zwar gestaltet sich das Genehmigungsverfahren für Anbauvereine zäh, doch fördert das Gesetz gleichzeitig die wissenschaftliche Forschung zum Freizeitkonsum. Um mögliche Risiken einzudämmen, bleiben Verkehrsregeln zur Fahrsicherheit sowie Einschränkungen für den öffentlichen Konsum bestehen.

Quelle