20 March 2026, 18:17

Christian Ulmen in Missbrauchsvorwürfen: Ex-Frau spricht über jahrelange Demütigungen

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in Anzug und eine Frau mit einem spöttischen Gesichtsausdruck zeigt.

Christian Ulmen in Missbrauchsvorwürfen: Ex-Frau spricht über jahrelange Demütigungen

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität an Online-Dating teilgenommen zu haben. Die Anschuldigungen haben die Diskussion über seine früheren Fernsehprojekte neu entfacht, die oft frauenfeindliche Themen aufgriffen.

Fernandes bezeichnet Ulmens Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und erklärt, sie hätten über Jahre angedauert. Ihre Schilderungen ziehen Parallelen zu anderen Fällen, in denen Männer Frauen verletzten – viele sehen darin ein Muster, das über den Einzelfall hinausgeht.

Bekanntheit erlangte Ulmen Mitte der 2000er-Jahre mit der Reality-Show "Mein neuer Freund", in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte und darum wetteiferte, der unverschämteste Partner zu sein. Das Konzept: Frauen stellten ihren neuen Freund der Familie vor – wer sich am schlimmsten benahm, gewann.

Später moderierte er "Wer will meine Freundin vögeln?", eine Spielshow, bei der Männer darum konkurrierten, wer die "heißeste" Freundin hatte. Die Aufgaben wurden als peinlich und erniedrigend kritisiert. Eine weitere Figur, der snobistische Adlige Alexander von Eich, avancierte zum Publikumsliebling und festigte Ulmens Ruf, unsympathische, frauenverachtende Rollen zu verkörpern.

Als Ulmen und Fernandes 2010 ihre Beziehung öffentlich machten, gab es Skepsis über ihre Partnerwahl. Nun werfen ihre Vorwürfe ein düsteres Licht auf sein früheres Schaffen. Kritiker argumentieren, seine TV-Persönlichkeit spiegle reales Verhalten wider – Fernandes' Aussagen deuten auf ein Muster aus Manipulation und Missbrauch hin.

Das Motto der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot "Die Scham muss die Seite wechseln" wird in Reaktion auf Fernandes' Berichte zitiert. Unterstützer betonen, der Fall zeige, wie oft Frauen Verletzungen erleiden, während Täter straffrei bleiben.

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Fernandes' Anschuldigungen reihen sich in eine wachsende Liste von Fällen ein, in denen Frauen sich gegen Missbrauch durch mächtige Männer zur Wehr setzen. Die Vorwürfe gegen Ulmen – verbunden mit seiner Geschichte umstrittenen TV-Formats – haben eine Debatte über Verantwortung in der Unterhaltungsbranche ausgelöst. Wie Rechtssystem und Öffentlichkeit reagieren werden, bleibt abzuwarten.

Quelle