DeepL plant Börsengang in den USA – Bewertung könnte fünf Milliarden Dollar erreichen
Lotta MüllerDeepL plant Börsengang in den USA – Bewertung könnte fünf Milliarden Dollar erreichen
Kölner KI-Übersetzungsunternehmen DeepL lotet Börsengang in den USA aus
Das in Köln ansässige KI-Übersetzungsunternehmen DeepL prüft einen Börsengang in den USA. Das 2017 gegründete Start-up hat bereits Gespräche mit Finanzberatern aufgenommen. Bei einem erfolgreichen Börsendebüt könnte das Unternehmen mit bis zu fünf Milliarden US-Dollar bewertet werden – mehr als das Doppelte seines aktuellen Marktwerts.
DeepL hat sich auf KI-gestützte Übersetzungstools spezialisiert und ist seit seinem Marktstart rasant gewachsen. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 100 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Japan und den USA. Im Mai 2024 sicherte es sich eine Finanzierungsspritze von 300 Millionen US-Dollar, wodurch die Bewertung damals auf zwei Milliarden US-Dollar stieg.
Ersten Gesprächen zufolge könnte der Börsengang bereits im kommenden Jahr stattfinden. Unterdessen verhandelt ein weiteres deutsches KI-Unternehmen, Black Forest Labs, laut Berichten über eine Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit rund vier Milliarden US-Dollar bewerten könnte.
Die Entwicklungen fallen in eine Phase massiver Investitionen in den KI-Sektor. Erst kürzlich kündigte Nvidia an, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI für Rechenzentren und Infrastruktur zu stecken. Zwar gibt es keine genauen Zahlen dazu, wie viele deutsche KI-Start-ups einen Börsengang vorbereiten, doch branchenweite Umfragen zeigen: 48 Prozent der deutschen Start-ups planen für 2026 neue Finanzierungsrunden mit einem durchschnittlichen Volumen von vier Millionen Euro pro Unternehmen.
Ein möglicher Börsengang von DeepL wäre ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen nach Jahren des Wachstums und der Investitionen. Bei einer Bewertung von fünf Milliarden US-Dollar würde es zu der wachsenden Liste hochkarätiger KI-Firmen gehören, die beträchtliches Kapital anziehen. Die weiteren Gespräche mit den Beratern werden zeigen, wann und in welchem Umfang ein Börsendebüt stattfinden könnte.






