05 April 2026, 00:52

Deutschlands Goldschatz wächst auf 177 Milliarden – doch die Lagerung bleibt umstritten

Eine Goldmünze mit der Inschrift "Guardia Nazionale Brescia" auf einem grauen Hintergrund.

Deutschlands Goldschatz wächst auf 177 Milliarden – doch die Lagerung bleibt umstritten

Deutschlands Goldreserven haben in den letzten zwei Jahrzehnten massiv an Wert gewonnen – und damit eine neue Debatte über ihre Lagerung im Ausland entfacht. Während die Bestände 2005 noch 13,6 Milliarden Euro wert waren, übersteigen sie heute 177 Milliarden Euro. Doch trotz wachsender geopolitischer Spannungen und Forderungen nach Rückholung betont die Bundesbank, es gebe keinen Grund, das Gold ins Inland zu verlagern.

Aktuell verwaltet die Deutsche Bundesbank rund 3.352 Tonnen Gold. Etwas mehr als die Hälfte – 1.710 Tonnen – liegt in Frankfurt unter ihrer direkten Kontrolle. Der Rest ist auf New York und London verteilt: 1.236 Tonnen lagern in den Tresoren der US-Notenbank Federal Reserve, weitere 405 Tonnen bei der Bank of England.

Gold gilt als Krisenwährung ohne Ausfallrisiko – eine Eigenschaft, die der Finanzier J.P. Morgan 1912 mit dem Satz "Gold ist Geld – alles andere ist Kredit" auf den Punkt brachte. Anders als Papiergeld, dessen Wert vom Vertrauen in Institutionen abhängt, besitzt Gold als physisches Asset einen intrinsischen Wert. Doch selbst in Banktresoren eingelagert, birgt es Risiken, falls die verwahrende Institution in Schieflage gerät.

Der starke Preisanstieg der vergangenen 20 Jahre hat die potenziellen Verluste für Anleger verstärkt, die ihr Gold in Schließfächern lagern. Höhere Werte bedeuten höhere Gebühren oder Steuern – und schmälern so die Rendite. Gleichzeitig hält der Druck an, Deutschlands im Ausland gelagertes Gold zurückzuholen, angetrieben von Sorgen vor Ausfallrisiken und sich wandelnden deutsch-amerikanischen Beziehungen. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel wies diese Bedenken zurück und betonte, die aktuelle Lagerungsstrategie bleibe sicher.

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Mit einem Volumen von rund 177 Milliarden Euro haben sich die deutschen Goldreserven seit 2005 verzwölffacht. Zwar sieht die Bundesbank keinen Handlungsbedarf, doch die Forderungen nach Repatriierung werden kaum verstummen. Sollten die Goldpreise weiter steigen oder diplomatische Spannungen zunehmen, könnte die Debatte darüber, wo und wie Deutschlands Gold gelagert werden soll, neu aufflammen.

AKTUALISIERUNG

Irankrieg 2026 intensiviert Debatte um Deutschlands Goldlagerung

The outbreak of the Iran War on 28 February 2026 has intensified concerns about Germany's gold reserves stored in New York. Recent reports show:

  • US and Israeli military strikes on Iran began on 28 February, escalating regional tensions.
  • US President Trump announced combat jet deployments to the Middle East on 20 February, signaling heightened conflict readiness.
  • Ongoing warfare since late February has raised fears about diplomatic strains affecting foreign gold storage security.