13 March 2026, 02:16

Duisburg will Olympische Spiele 2036: Bürger entscheiden über Bewerbung

Das Deutsche Sport & Olympische Museum in Berlin, Deutschland, ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür, umgeben von Bäumen und Bannern mit Text und Bildern, unter einem bewölkten Himmel.

Duisburg will Olympische Spiele 2036: Bürger entscheiden über Bewerbung

Duisburg bewirbt sich um die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 im Rahmen der gemeinsamen Bewerbung der Region Köln-Rhein-Ruhr. Im Mittelpunkt des Konzepts steht der Sportpark Wedau, wo bestehende Anlagen wie die Regattabahn und die Schauinsland-Reisen-Arena für Rudern, Kanusport und Klettern genutzt werden sollen. Da keine neuen Infrastrukturprojekte geplant sind, setzt die Bewerbung auf bewährte Sportstätten, um ihre Chancen zu stärken.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt können sich bald zur Bewerbung äußern: Rund 350.000 Duisburger sind aufgerufen, bis Mitte März per Briefwahl abzustimmen. Ein verbindlicher Bürgerentscheid folgt am 19. April und entscheidet, ob die Stadt offiziell Teil der nationalen Bewerbung wird.

Duisburg steht dabei in starker Konkurrenz zu Berlin, Hamburg und München. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird seine endgültige Entscheidung am 26. September 2026 bekannt geben.

Unterstützung erhält die Bewerbung unter anderem von der Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Nele Moos, die in Duisburg aufgewachsen ist und noch immer bei ihrem Jugendverein, Eintracht Duisburg 1848, trainiert. Als Botschafterin betont sie die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Stadt als besondere Stärken. Die Bewerbung hebt die Regattabahn für Rudern und Kanusport sowie die international anerkannte Schauinsland-Reisen-Arena für Kletterwettbewerbe hervor.

Die Ergebnisse der lokalen Bürgerentscheide werden die Rolle Duisburgs in der Bewerbung prägen. Sollte die Stadt ausgewählt werden, könnte sie Wettkämpfe ausrichten, ohne neue Bauten errichten zu müssen, und stattdessen auf ihre etablierten Sportanlagen zurückgreifen. Die DOSB-Entscheidung 2026 wird schließlich zeigen, ob die Region Köln-Rhein-Ruhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht.

Quelle