E.ON-Chef warnt vor Risiken durch Nord Stream 1 und Drohnenangriffe auf Infrastruktur

E.ON-Chef warnt vor Risiken durch Nord Stream 1 und Drohnenangriffe auf Infrastruktur
Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender von E.ON, hat ernste Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit in Europa geäußert. Er warnte davor, die beschädigte Pipeline Nord Stream 1 wieder in Betrieb zu nehmen, und bezeichnete dies als riskanten Schritt. Seine Aussagen lenkten zudem die Aufmerksamkeit auf die generellen Bedrohungen für kritische Infrastruktur auf dem gesamten Kontinent.
Die Nord-Stream-1-Pipelines sind seit den Explosionen im vergangenen Jahr außer Betrieb. Birnbaum bestätigte, dass sie an der Explosionsstelle mittlerweile mit Ostseewasser gefüllt seien. Betrieben wird die Pipeline von der Nord Stream AG, an der der russische Konzern Gazprom die Mehrheit hält, während E.ON und andere europäische Unternehmen die verbleibenden 49 Prozent der Anteile besitzen.
Er betonte, dass Russlands Angriff auf die Ukraine beweise, dass das Land kein vertrauenswürdiger Energiepartner sei. Jegliche neuen Abkommen mit Moskau, so Birnbaum, dürften europäische Nachbarländer nicht umgehen. Stattdessen plädierte er für einen geschlossenen Ansatz in Sachen Energiesicherheit auf dem gesamten Kontinent.
Über die Pipelines hinaus wies Birnbaum auf die wachsenden Risiken durch Drohnenaktivitäten hin. Er warnte, dass unbefugte Flüge über deutsche Kraftwerke und Flughäfen Schwachstellen offenlegen könnten. Seine Aussagen spiegeln die Sorgen wider, die durch die wiederholten russischen Angriffe auf ukrainische Infrastruktur entstanden sind – ein Beispiel dafür, wie leicht Gesellschaften destabilisiert werden können.
Birnbaums Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Europa seine Energiebeziehungen zu Russland neu bewertet. Die funktionsunfähige Nord Stream 1 steht symbolisch für die frühere Abhängigkeit von Moskau. Gleichzeitig dürften die Forderungen nach stärkerem Schutz vor Drohnenangriffen und Attacken auf Infrastruktur an Dringlichkeit gewinnen.

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