31 March 2026, 14:24

Eltern und Erzieher protestieren gegen KiBiz-Reform in NRW

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von besorgten Menschen in traditioneller Kleidung mit Text oben und unten zeigt.

Eltern und Erzieher protestieren gegen KiBiz-Reform in NRW

Proteste in Nordrhein-Westfalen gegen geplante Änderungen am Kinderbildungsgesetz

In Nordrhein-Westfalen ist es zu Protesten gegen die geplanten Reformen des Landes-Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) gekommen. Rund 50 Eltern, Erzieherinnen und Kinder versammelten sich vor dem St.-Josef-Kindergarten in Lennestadt-Saalhausen unter dem Motto "Wir sind sprachlos", um ihrer Wut Luft zu machen. Die Demonstrationen spiegeln die wachsende Verärgerung über Finanzierungslücken und Personalmangel in Kitas wider.

Organisiert wurde die Kundgebung vom Trägerverbund WIR-KITAs. Die Teilnehmer kritisierten die vom Land vorgeschlagenen Reformen scharf. Vanessa Frankenthal, Leiterin des St.-Josef-Kindergartens, betonte, das aktuelle System komme den Bedürfnissen der Kinder nicht nach. Steigende Energiekosten und ein massiver Fachkräftemangel hätten die Situation weiter verschärft – viele Einrichtungen kämen kaum noch über die Runden.

Besonders in der Region Sauerland stößt die im Gesetzentwurf vorgesehene Einführung von "Kern- und Randzeiten" auf Ablehnung. Kritiker monieren, dass die Änderungen – sofern sie wie geplant nächsten Jahres in Kraft treten – weder die Inflation noch die tatsächlichen Betriebskosten von Kitas berücksichtigten. In den kommenden Wochen sind ähnliche Proteste an weiteren Einrichtungen zu erwarten.

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Die Landesregierung hat als Reaktion zusätzliche 200 Millionen Euro für das nächste Kita-Jahr ab August zugesagt. Aktivisten halten die Mittel jedoch für völlig unzureichend, um die Krise zu bewältigen.

Die KiBiz-Reform, die bereits im Januar eingeführt wurde, stand von Anfang an in der Kritik, weil sie die steigenden Kosten nicht abfedert. Angesichts der sich ausweitenden Proteste fordern Kita-Träger mehr Unterstützung, um eine weitere Überlastung der Einrichtungen zu verhindern. Der Ausgang der Demonstrationen könnte die endgültige Fassung des Gesetzes vor der Umsetzung noch beeinflussen.

Quelle