30 June 2026, 22:15

EU-Projekt "HyInHeat" testet Wasserstoff als sauberen Brennstoff für Stahl und Aluminium

Wie Wasserstoff die Verbrennung sauberer machen kann - Universität Aachen

EU-Projekt "HyInHeat" testet Wasserstoff als sauberen Brennstoff für Stahl und Aluminium

Ein großes, von der EU finanziertes Forschungsprojekt soll die Nutzung von Wasserstoff als Brennstoff für energieintensive Industrieprozesse erforschen. Die Initiative mit dem Namen „HyInHeat“ konzentriert sich auf die Aluminium- und Stahlbranche, die zu den weltweit energieintensivsten Industrien zählen. Für die Umsetzung stehen 17,7 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Das Projekt wird Wasserstoff in Hochtemperaturverfahren wie Schmelzprozessen, Erwärmung und Wärmebehandlung testen. Ziel ist es, den Ausstoß von CO₂ und Stickoxiden zu reduzieren, ohne die Produktqualität zu beeinträchtigen, und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung von Prozessen, der nachhaltigen Nutzung feuerfester Materialien sowie der Entwicklung neuer Messmethoden für Stickoxide.

Koordiniert wird das Vorhaben vom Lehrstuhl für Industrieöfen und Wärmetechnik der RWTH Aachen, an dem sich 30 Partner aus 12 Ländern beteiligen. Auch das Institut für Gesteinshüttenkunde und das Institut für Verbrennungstechnik der Universität sind eingebunden. Die Arbeiten laufen bis Ende 2026.

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Das Projekt soll die Eignung von Wasserstoff als industriellen Brennstoff nachweisen. Bei Erfolg könnte es die Emissionen in zwei der umweltschädlichsten Fertigungsbranchen deutlich senken. Die Ergebnisse könnten zudem die Energieeffizienz und das Ressourcenmanagement in der Schwerindustrie voranbringen.

Quelle