24 April 2026, 18:42

Gewalt am Arbeitsplatz: Gelsenkirchen sucht nach Lösungen für mehr Sicherheit

#safeOnDuty: Chancen und Synergien des grenzüberschreitenden Austauschs / Diskussionsrunde des Präventionsnetzwerks #safeOnDuty beleuchtet lokale Zusammenarbeit zur Gewaltschutz

Gewalt am Arbeitsplatz: Gelsenkirchen sucht nach Lösungen für mehr Sicherheit

Gewalt gegen Beschäftigte in verschiedenen Berufen stand diese Woche in Gelsenkirchen im Mittelpunkt. Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob eine Online-Diskussion unter dem Titel SAFE HOUR, um Lösungsansätze zu erörtern. Im Fokus stand die Frage, wie eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Branchen helfen kann, das Problem einzudämmen.

Die Veranstaltung mit dem Titel "Netzwerk im Fokus: Chancen und Synergien der berufsübergreifenden Zusammenarbeit" brachte Expertinnen und Experten aus Bildung, Gesundheitswesen und Straßenbau zusammen. Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, schilderte die täglichen Herausforderungen in Schulen – von Bedrohungen und verbalen Angriffen bis hin zu einer wachsenden Respektlosigkeit. Sie betonte, dass solche Vorfälle in Klassenzimmern und Lehrerzimmern immer häufiger vorkämen.

Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, sprach über die Belastung der Teams in den Notaufnahmen. Er erklärte, dass medizinisches Personal regelmäßig sowohl verbale Aggressionen als auch körperliche Übergriffe erlebe – zusätzlich zur ohnehin hohen Arbeitsbelastung. Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Straßen.NRW, skizzierte hingegen die Risiken, denen Straßenarbeiter ausgesetzt sind, von feindseligen Autofahrern bis zu Konflikten bei Wartungsarbeiten.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass eine langfristige Prävention nur durch engere Zusammenarbeit gelingen kann. Christian Bredau von der Kriminalprävention und Opferhilfe der Gelsenkirchener Polizei gab Fachkräften Ratschläge zum Umgang mit gewalttätigen Situationen. Zudem verwies er auf bestehende lokale Initiativen wie den Runden Tisch zur Gewaltprävention und Schulungsprogramme für Straßenarbeiter. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, einen branchenübergreifenden Ansatz zu entwickeln.

Die Reihe SAFE HOUR wird fortgesetzt; die Termine für kommende Veranstaltungen sind auf der Website des Netzwerks unter www.sicherimjob.nrw einsehbar.

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Die Diskussionen machten deutlich: Gewalt am Arbeitsplatz betrifft viele Bereiche – wenn auch in unterschiedlichen Formen. Gelsenkirchener Einrichtungen arbeiten bereits an Strukturen, um die Zusammenarbeit zu verbessern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu unterstützen. Weitere Informationen zu anstehenden Veranstaltungen und Hilfsangeboten finden sich auf der Plattform #SicherImJob.

Quelle