08 June 2026, 12:20

GLS Bank kündigt DKP-Konten – Sparkassen springen als Alternative ein

Selbstkritik im Aufsichtsrat der Genossenschaftsversammlung

GLS Bank kündigt DKP-Konten – Sparkassen springen als Alternative ein

Die GLS Bank hat ihre langjährige Geschäftsbeziehung zur Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) beendet – mit Verweis auf regulatorische Bedenken. Der Schritt löste landesweite Proteste und Vorwürfe politischer Voreingenommenheit aus. Die DKP weicht nun auf die öffentlichen Sparkassen aus, um ihre Bankgeschäfte abzuwickeln.

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Der Konflikt eskalierte, als die GLS Bank Konten der DKP sowie der Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe schloss. Die Bankführung betonte, die Entscheidung sei rechtlichen Verpflichtungen geschuldet, darunter Meldepflichten bei Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung. Die DKP warf der GLS Bank hingegen „vorauseilenden Gehorsam“ vor, um ihre US-Geschäftsinteressen zu schützen.

In einem offenen Brief, unterzeichnet von Tausenden, wurde die Rücknahme der Entscheidung gefordert – mit der Warnung vor einem „dramatischen Vertrauensverlust“. Trotz der Kritik bestätigte die Mitgliederversammlung in Bochum die Bankführung mit 676 von 720 Stimmen. Die Konten der Roten Hilfe bleiben nach Gesprächen mit der Bank vorerst bestehen.

In einem separaten Fall ordnete das Gericht an, dass die Sparkasse Göttingen die Konten der Roten Hilfe vorläufig offenhalten muss. Die DKP schloss hingegen jede weitere Zusammenarbeit mit der GLS Bank aus – das Vertrauen sei unwiederbringlich zerstört.

Als Folge der Kontoschließungen setzt die DKP nun auf die öffentlichen Sparkassen für ihre Finanzdienstleistungen. Die GLS Bank beharrt darauf, dass ihre Entscheidung allein auf regulatorischen Vorgaben beruhe – nicht auf politischen Motiven. Der Streit wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen zwischen Finanzinstituten und Gruppen, die nach Geldwäschegesetzen als risikoreich gelten.

Quelle