16 April 2026, 16:20

Greenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für klimaneutrales Fliegen in Düsseldorf

Tankstellen-Schild mit der Aufschrift 'Green's' mit Fahrzeugen, Pflanzen, Infrastruktur und Gebäuden im Vordergrund und Bäumen und Wolken im Hintergrund.

Greenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für klimaneutrales Fliegen in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings vereinbaren strategische Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Die Kooperation markiert einen wichtigen Schritt hin zu umweltfreundlicherem Fliegen: Bis 2027 soll eine spezialisierte Produktionsanlage entstehen, die ab 2028 jährlich etwa 150 Tonnen SAF liefern wird.

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Das unter dem Namen "Reallabor" laufende Projekt setzt auf die Technologie von Greenlyte, um Kohlendioxid aus der Luft zu filtern und mit grünem Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff zu verarbeiten. Dieser ist deutlich klimafreundlicher als herkömmliches Kerosin – allerdings bleibt der Preis mit bis zu zehnmal höheren Kosten als bei konventionellem Flugtreibstoff eine Hürde.

Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, wobei die notwendigen Genehmigungsverfahren bereits im kommenden Jahr starten sollen. Die Anlage dient vor allem als Pilotprojekt, um die Machbarkeit einer großtechnischen SAF-Produktion zu demonstrieren. Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abzunehmen.

Mit den jährlich 150 Tonnen SAF ließen sich bei der aktuellen Beimischungsgrenze von 50 Prozent etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca realisieren. Eurowings-Chef Jens Bischof betonte die Bedeutung des Vorhabens: "Das Projekt beweist, dass strombasierter SAF in der Praxis funktioniert." Greenlyte-Geschäftsführer Florian Hildebrand schätzt die Investitionskosten auf über 10 Millionen Euro.

Die Partnerschaft zwischen Greenlyte und Eurowings verläuft nach einem klaren Zeitplan für Bau und Produktion. Sobald die Anlage voll operativ ist, wird sie jährlich genug SAF für Dutzende Flüge bereitstellen. Zudem ebnet das Projekt den Weg für eine mögliche Ausweitung – größere Produktionsstätten könnten in einer späteren Phase folgen.

Quelle