15 March 2026, 20:25

Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026

Kundgebung für Überprüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026 in Düsseldorf

Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Veranstalter rufen die Teilnehmer auf, sich vorab am Bahnhof Bergisch Gladbach zu versammeln, um gemeinsam zur Kundgebung anzureisen. Die Aktion wird von lokalen Demokratieinitiativen unterstützt.

Die unter dem Motto "UNTERSUCHEN!" stehende Protestveranstaltung verlangt vom Bundesverfassungsgericht, alle Parteien zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft werden oder unter Extremismusverdacht stehen. Betroffen ist darunter die AfD (Alternative für Deutschland), die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 als "gesicherte rechtsextreme Bestrebung" einordnete. Zwar setzte das Verwaltungsgericht Köln diese Einstufung vorläufig in einem Eilbeschluss aus, doch bleibt die Partei unter dem Vorwurf "rechtsextremer Tendenzen" – ein Status, der durch weitere Gerichtsentscheidungen bestätigt wurde. Mehrere Landesverbände der AfD gelten zudem rechtlich als "festgestellte rechtsextreme Bestrebungen".

Treffpunkt für die Teilnehmer ist Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, um 12:33 Uhr, von wo aus die Gruppe gemeinsam anreist. Die Kundgebung selbst beginnt um 14:00 Uhr vor dem Landtag Nordrhein-Westfalen. Öffentlich unterstützt wird die Demonstration vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi).

Rechtlich könnte der Bundesrat eine solche verfassungsgerichtliche Prüfung mit einfacher Mehrheit einleiten. Bisher hat Nordrhein-Westfalen die Initiative jedoch nicht mitgetragen.

Ziel der Demonstration ist es, die rechtliche Überprüfung von Parteien mit Bezügen zum Rechtsextremismus voranzutreiben. Angesichts der umstrittenen Einstufung der AfD und laufender gerichtlicher Verfahren hoffen die Organisatoren, durch die Kundgebung Druck auf Landes- und Bundespolitik auszuüben. Der Ausgang der Veranstaltung könnte künftige Debatten über Parteieneinstufungen und verfassungsrechtliche Aufsicht prägen.

Quelle