Großrazzia in Duisburg: Zoll und Polizei durchsuchen Dutzende Gaststättenbetriebe
Ida KönigGroßrazzia in Duisburg: Zoll und Polizei durchsuchen Dutzende Gaststättenbetriebe
Großrazzia des Duisburger Zollamts am 6. Dezember 2024
Das Zollamt Duisburg hat am 6. Dezember 2024 eine großangelegte Kontrollaktion durchgeführt. Die Razzia richtete sich gegen Betriebe in Duisburg, Oberhausen und Essen, an der über 70 Beamte von Zoll, Polizei und kommunalen Behörden beteiligt waren.
Im Fokus standen Gaststättenbetriebe wie Kioske, Shisha-Bars und Cafés. Erstmals unterstützte auch das Bundeskriminalamt (BKA) die Ermittlungen. Die Beamten prüften vor allem die Steuerkonformität, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse.
In einem Café im Stadtteil Marxloh beschlagnahmte die Polizei eine illegal genutzte Spielkonsole samt Einnahmen. Gegen den Betreiber wird nun wegen Straftaten ermittelt. An einem anderen Standort sicherten die Behörden einen Spielautomaten mit nicht zugelassener Software, was zu einem Strafverfahren gegen den Verantwortlichen führte.
Bei den überprüften Betrieben gab es in fast 80 Fällen Auffälligkeiten aufgrund widersprüchlicher Angaben. Diese werden nun weiter untersucht. Die Aktion knüpft an frühere Maßnahmen an: Allein 2023 leitete das Duisburger Zollamt rund 5.900 Ermittlungsverfahren ein und deckte dabei einen finanziellen Schaden von etwa 9 Millionen Euro auf.
Der Zuständigkeitsbereich der Behörde umfasst Duisburg, Essen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr sowie die Kreise Kleve und Wesel. 2023 verhängte die Finanzermittlungsstelle (FKS) des Zolls Geldstrafen von über einer Million Euro und erreichte Haftstrafen von insgesamt mehr als 30 Jahren für Täter.
Die Razzia vom 6. Dezember unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Wirtschaftskriminalität und illegale Geschäftspraktiken zu bekämpfen. Mit mehreren Beschlagnahmungen und Dutzenden Fällen, die einer vertieften Prüfung bedürfen, setzen die Behörden die verschärfte Kontrolle in der Region fort.






