Grüner Stahl: PGS setzt auf Thyssenkrupp Nucera für 1,4-Gigawatt-Elektrolyseanlage
Tobias FischerGrüner Stahl: PGS setzt auf Thyssenkrupp Nucera für 1,4-Gigawatt-Elektrolyseanlage
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für eine große Elektrolyseanlage ausgewählt. Das Vorhaben ist Teil der Initiative Mid-West Green Iron und zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion um bis zu 90 Prozent zu senken. Sobald die Anlage voll betrieben wird, soll sie mit regionaler erneuerbarer Energie versorgt werden.
Die Elektrolyseanlage wird eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt aufweisen und auf standardisierte 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera setzen. Der Baubeginn hängt jedoch von einer finalen Investitionsentscheidung ab, da sich das Projekt noch in der frühen Planungsphase befindet.
Bis 2029 plant PGS die jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grünem Eisenpellets unter Nutzung des Wasserstoffs aus den Elektrolyseuren. Die Hälfte davon soll zu 2,5 Millionen Tonnen grünem heißbrikettiertem Eisen (HBI, Hot Briquetted Iron) weiterverarbeitet werden. Die ersten Exporte beider Produkte sind für dasselbe Jahr vorgesehen.
Langfristig strebt das Unternehmen eine Steigerung der Kapazitäten auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI pro Jahr an. Thyssenkrupp Nucera erwartet jedoch keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen des Projekts vor dem Geschäftsjahr 2026/27.
Das Mid-West Green Iron-Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Stahlherstellung. Bei Erfolg wird die Anlage vollständig auf erneuerbare Energien und Wasserstoff setzen, um die CO₂-Bilanz zu verbessern. Die endgültige Genehmigung und der Bauzeitplan entscheiden, wann die volle Produktion anläuft.






