10 May 2026, 02:14

Grüner Wasserstoff soll Deutschlands Stahlindustrie bis 2045 klimaneutral machen

Schwarze und weiße Illustration eines geschäftigen Stahlwerks aus den 1910er Jahren mit Arbeitern, Maschinen und strukturellen Elementen.

Grüner Wasserstoff soll Deutschlands Stahlindustrie bis 2045 klimaneutral machen

Deutschlands Stahlindustrie unternimmt große Schritte zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Der Sektor, der derzeit für 8 % der nationalen Kohlendioxidemissionen verantwortlich ist, setzt stark auf kohlebefeuerte Hochöfen. Ein Umstieg auf grünen Wasserstoff könnte pro Tonne eingesetztem Wasserstoff 28 Tonnen CO₂ einsparen.

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Die Initiative gilt als zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045.

Thyssenkrupp Steel, mit Sitz in Duisburg, betreibt den größten Industriekomplex Europas. Das Werk produziert jährlich 10 Millionen Tonnen Stahl und beschäftigt rund 13.500 Mitarbeiter. Im Rahmen des neuen Projekts tkH2Steel soll Kohle in der Stahlherstellung durch grünen Wasserstoff ersetzt werden.

Eine einzige Direktreduktionsanlage würde täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigen, um 2,5 Millionen Tonnen Eisen zu erzeugen. Dieser Prozess erfordert enorme Mengen an Strom – äquivalent zur Leistung von 800 Windkraftanlagen. Während Erdgas die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Methoden bereits halbieren kann, ermöglicht grüner Wasserstoff noch deutlich größere Einsparungen.

Das Vorhaben wird von Bund und Ländern unterstützt. Der Erfolg hängt jedoch von der Verfügbarkeit und den Kosten von grünem Wasserstoff in Deutschland und Europa ab. Die vollständige Umstellung auf klimaneutrale Stahlproduktion soll bis 2045 abgeschlossen sein.

Die deutsche Stahlbranche erzeugt jährlich 40 Millionen Tonnen Rohstahl. Die Senkung der Emissionen in diesem Sektor ist entscheidend, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.

Der Wechsel zu grünem Wasserstoff könnte die Stahlproduktion in Deutschland revolutionieren. Gelingt die Umstellung, würde die Technologie die Emissionen einer der schädlichsten Industrien des Landes drastisch verringern. Der Zeitplan für die vollständige Umsetzung hängt davon ab, ob ausreichend grüner Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitsteht.

Quelle