Hellweg in der Krise: Baumarktkette beantragt Eigenverwaltung nach Umsatzeinbruch
Tobias FischerHellweg in der Krise: Baumarktkette beantragt Eigenverwaltung nach Umsatzeinbruch
Hellweg meldet Eigenverwaltung: Baumarkt-Kette aus Dortmund stellt Insolvenzantrag
Die bekannte Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt und den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen eingereicht. Ausschlaggebend war der Entzug der Warenkreditversicherung. Der Schritt folgt auf eine Phase rückläufiger Umsätze seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen.
Die deutsche Heimwerkerbranche kämpft bereits seit Längerem mit Herausforderungen. Die Branchenumsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Jahr 2025. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation haben maßgeblich zu diesem Rückgang beigetragen.
Hellwegs finanzielle Probleme traten bereits 2023 zutage: Trotz eines Umsatzes von 672 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 104 Millionen Euro. Um die Krise zu bewältigen, haben nun Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen.
Von der Insolvenz sind direkt 2.900 Mitarbeiter in ganz Deutschland betroffen. Sie erhalten für drei Monate Insolvenzgeld, während die weitere Entwicklung abgewartet wird.
Der Entzug der Warenkreditversicherung trieb Hellweg in die Insolvenz. Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens spiegeln die allgemeinen Belastungen wider, denen der deutsche Baumarktsektor ausgesetzt ist. Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Sanierungsverfahren für Mitarbeiter und Gläubiger entwickelt.






