Herfords erstes stationäres Hospiz entsteht in historischem Gebäude
Historisches Gebäude in Herford wird erstes stationäres Hospiz des Kreises
Das 150 Jahre alte Haus „Unter den Linden 41“ in Herford soll nach dem Umzug der Tagesklinik in die Ravensberger Straße zum ersten stationären Hospiz des Kreises umgebaut werden. Das Projekt zielt darauf ab, die palliativmedizinische Versorgung in der Region zu verbessern und die bestehenden ambulanten Angebote zu ergänzen.
Die Stiftung „Zukunft im Wittekindsland“ übernimmt den Großteil der Baukosten, unterstützt durch eine Förderung der Sparkasse Herford. Der Kreis hat zudem einen eigenen Fonds innerhalb der Stiftung eingerichtet, um die Hospiz- und Palliativversorgung zu stärken. Für die vollständige Finanzierung werden jedoch weiterhin Spenden benötigt – diese können über den Fonds „Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis Herford“ bei derselben Bank eingezahlt werden.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird behutsan saniert, um seinen historischen Charakter zu bewahren. Geplant sind 2.200 Quadratmeter Nutzfläche mit zehn Gästezimmern; die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Die Umgestaltung leitet die Architektin Byron-Leigh Brown im Auftrag des Kreises.
Betrieben wird das Hospiz künftig von der Hospiz Herford gGmbH, einem gemeinnützigen Joint Venture des Diakonischen Werks Vlotho und des Kirchenkreises Herford. Betont wird, dass die neue Einrichtung die bestehenden ambulanten Hospizdienste nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen soll.
Mit dem Projekt entsteht ein Fachzentrum für Palliativmedizin in einem ortsgeschichtlich bedeutenden Gebäude. Während die Bauarbeiten und die Finanzierungsbemühungen voranschreiten, wirbt der Kreis um öffentliche Unterstützung. Nach der Eröffnung wird die Einrichtung das Netzwerk der palliativen Versorgung in Herford um zehn spezialisierte Zimmer erweitern.






