Historischer Tarifabschluss bringt bis zu 17 Prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst
Tobias FischerHistorischer Tarifabschluss bringt bis zu 17 Prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst
Ein neuer Tarifvertrag wird die Löhne im öffentlichen Dienst in Deutschland erhöhen. Die Vereinbarung sieht deutliche Gehaltssteigerungen und einmalige Zahlungen für Bundes- und Kommunalbedienstete vor. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer hat sich zur finanziellen Auswirkung des Abkommens geäußert.
Laut Vertrag steigen die Grundgehälter ab dem 1. März 2024 um 200 Euro. Im Anschluss folgt eine weitere Erhöhung um 5,5 Prozent, wodurch ein Mindesteinkommenszuwachs von 340 Euro garantiert wird. Zudem erhalten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro.
Insgesamt werden die Gehälter im Bundes- und Kommunaldienst in den nächsten 24 Monaten um bis zu 17 Prozent steigen. Ziel der Vereinbarung ist es, den öffentlichen Sektor für Fachkräfte attraktiver zu machen und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber der Privatwirtschaft zu stärken.
Die Bundesregierung wird für das Abkommen in den Jahren 2023 und 2024 rund 5 Milliarden Euro aufbringen. Ab 2025 belaufen sich die jährlichen Kosten voraussichtlich auf etwa 3,75 Milliarden Euro. Die Kommunen müssen mit dauerhaften zusätzlichen Personalausgaben von rund 17 Milliarden Euro rechnen.
Ingo Schäfer, Berichterstatter für Öffentlichen Dienst im Innenausschuss des Bundestags, fordert nun Handlungsbereitschaft. Er wird die Bundesregierung und Nordrhein-Westfalen auffordern, noch vor Ende 2023 einen Altlastenfonds einzurichten.
Der Tarifabschluss führt zu höheren Löhnen im öffentlichen Dienst und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit bei der Fachkräftesicherung. Die finanzielle Belastung trifft sowohl den Bundes- als auch die Kommunalhaushalte, wobei die langfristigen Kosten über Jahre hinweg festgeschrieben sind. Schäfers Initiative für einen Altlastenfonds könnte einen Teil der finanziellen Herausforderungen abfedern.






