29 April 2026, 02:39

Inflation steigt bis Dezember 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt auf Verbraucher zukommt

Ein blaues Linien diagramm, das die Euro-Zonen-Inflation in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text oben.

Inflation steigt bis Dezember 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt auf Verbraucher zukommt

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – aktuelle Prognosen sagen für Dezember eine Rate von 4,6 Prozent voraus. Der plötzliche Anstieg folgt auf Monate relativer Stabilität und fällt mit den Spannungen im Persischen Golf zusammen, die die Energiepreise in die Höhe treiben. Ökonomen warnen, dass die Lage die Politik in den kommenden Monaten vor schwierige Entscheidungen stellen könnte.

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Im März war die Inflationsrate noch auf 2,7 Prozent gesunken, doch neue Berechnungen des Wirtschaftsforums IW deuten auf einen raschen Anstieg hin. Bis Dezember könnte die Rate auf 4,6 Prozent klettern, während der Durchschnittswert für 2026 nun auf 3,5 Prozent korrigiert wurde. Hauptgrund für den Preisschub ist die Eskalation im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran, der die Ölpreise nach oben getrieben hat.

Die IW-Prognose zieht Parallelen zur Energiekrise 2022, als Russlands Angriff auf die Ukraine die Inflation auf über 10 Prozent hochschnellen ließ. Damals lag der Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent und belastete Haushalte und Unternehmen schwer. Nun scheinen sich ähnliche Preisspiralen zu wiederholen.

Als Reaktion wird die Bundesregierung am 1. Mai eine temporäre Kraftstoffpreissenkung einführen: Die Steuern auf Diesel und Benzin werden für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter gesenkt. Zudem dürfen Unternehmen ihren Beschäftigten einen steuerfreien Inflationsausgleichsbonus von bis zu 1.000 Euro gewähren, um die finanziellen Folgen des US-Israel-Konflikts mit dem Iran abzufedern.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, fordert gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte, die besonders hart getroffen sind. Gleichzeitig könnte die Europäische Zentralbank (EZB) eingreifen müssen, sollte die Inflation weiter steigen. Die Herausforderung wird durch die schwache Wirtschaftsentwicklung verschärft – die Politik hat kaum einfache Lösungen zur Hand.

Die Inflationsprognose für das späte Jahr 2024 liegt nun bei 4,6 Prozent, mit weiteren Steigerungen bis 2026. Vorübergehende Maßnahmen wie Kraftstoffrabatte und Bonuszahlungen sollen den Druck auf Verbraucher kurzfristig lindern. Doch die Kombination aus hohen Preisen und schwachem Wachstum wird die Politik in den kommenden Monaten wohl weiter unter Zugzwang setzen.

Quelle