21 March 2026, 18:18

Justizvollzugsanstalt Willich I wird für 250 Millionen Euro modernisiert und erweitert

Ein unordentlicher Raum im ehemaligen St. Louis-Gefängnis mit Seilen, Maschinen und anderem Equipment, einem Schrank, einem Fenster und einer Deckenlampe.

Justizvollzugsanstalt Willich I wird für 250 Millionen Euro modernisiert und erweitert

Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird umfangreich modernisiert

Die Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird derzeit deutlich erweitert, um modernen strafvollzuglichen Standards gerecht zu werden. Die Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) befindet sich aktuell in der Abschlussphase der zweiten Bauetappe, die neue Haftgebäude, Werkstätten sowie Sporteinrichtungen umfasst – alles konzipiert, um die Resozialisierung und Wiedereingliederung der Gefangenen zu fördern.

Die Bauarbeiten für die neue Anlage begannen im August 2023, nachdem Teile der alten Justizvollzugsanstalt Willich-Anrath planmäßig abgerissen worden waren. Die veraltete Anlage entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen an moderne Haftbedingungen. Unmittelbar im Anschluss begannen die Erdarbeiten, gefolgt vom Bau der Rohkonstruktionen für die neuen Gebäude.

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Die Erweiterung umfasst eine Fläche von rund 27.000 Quadratmetern, wobei allein das Haftgebäude 2 etwa 6.000 Quadratmeter zusätzlichen Raum bietet. Dort entstehen 368 Haftplätze – sowohl Einzel- als auch Gemeinschaftszellen – sowie ein zweigeschossiger Bereich für Sozialtherapie und medizinische Behandlung. In der zweiten Bauphase werden zudem bestehende Werkstätten erweitert und ein Mehrzweckgebäude errichtet, das nun durch neue Verbindungsbauten an das Haftgebäude 2 angebunden wird.

Zu Beginn dieses Jahres kam es aufgrund der Kältewelle zu Verzögerungen, da Betonarbeiten und Erdbewegungen behindert wurden. Mittlerweile läuft die Baustelle jedoch wieder nach Plan. Rund 250 Beschäftigte sind am Projekt beteiligt, darunter Schlüsselunternehmen wie die HOCHTIEF AG für den Hochbau, die ZÜBLIN AG für den Ingenieurbau sowie die Bünkerbau- und Planungsgesellschaft mbH, die für die Sicherheitstechnik zuständig ist.

Neben den neuen Haft- und Therapieräumen entsteht auf dem Gelände eine große Freiluft-Sportanlage. Die gesamte Erweiterung schafft über 6.500 Quadratmeter Nutzfläche und unterstreicht damit den Fokus der Anlage auf Resozialisierungsprogramme und eine erfolgreiche Wiedereingliederung.

Die modernisierte Justizvollzugsanstalt Willich I wird künftig über zeitgemäße, zweckmäßige Einrichtungen für sowohl Inhaftierte als auch Mitarbeiter verfügen. Mit dem planmäßigen Baufortschritt wird der fertige Komplex spezialisierte Therapieeinheiten, erweiterte Werkstätten und eine verbesserte Infrastruktur umfassen. Das Projekt bleibt unter der Aufsicht der BLB NRW im Zeitplan.

Quelle