21 March 2026, 22:13

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie Gelsenkirchen – ein Wendepunkt für den Standort

Ölraffinerie mit ausgedehnten Rohrleitungen, Metallkonstruktionen, Containern, Bäumen, einem Gebäude, einem Kran und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie Gelsenkirchen – ein Wendepunkt für den Standort

Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie Gelsenkirchen zu übernehmen – einen der größten petrochemischen Standorte Deutschlands. Der Deal, dessen Abschluss für Mitte 2026 erwartet wird, folgt auf Jahre mit reduzierter Produktion am Standort. Vor dem endgültigen Verkauf steht jedoch noch die notwendige regulatorische Genehmigung aus.

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Die Raffinerie in Gelsenkirchen ist Teil eines der größten integrierten Raffinerie- und Petrochemiekomplexe Europas. Derzeit verarbeitet sie jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und zählt zu den beiden größten Ethylenproduzenten Deutschlands. Am Standort arbeiten etwa 2.300 Beschäftigte, die Treibstoffe und chemische Erzeugnisse herstellen.

In den vergangenen fünf Jahren hatte BP die Produktion schrittweise zurückgefahren. Die Kapazität sank von etwa 7,5 Millionen Tonnen pro Jahr, und ein vollständiger Stillstand war bis Ende 2025 geplant. Dennoch wurden bis 2023 Umweltnachrüstungen abgeschlossen, und der Standort sollte langfristig zu einem Recycling- und Energiestandort umgewandelt werden.

Die Klesch Group, ein unabhängiger Raffineriebetreiber mit Gründung im Jahr 1990, besitzt bereits die Raffinerien in Heide und Kalundborg. Die Kanzlei Clifford Chance beriet das Unternehmen bei der Übernahme.

Der Verkauf markiert einen Einschnitt für den Standort Gelsenkirchen, der unter BP mit sinkender Auslastung zu kämpfen hatte. Bei Genehmigung wird die Klesch Group die Betriebsführung im zweiten Quartal 2026 übernehmen. Die geplante Umwandlung in einen Recycling- und Energiepark bleibt weiterhin Teil der langfristigen Strategie.

Quelle