23 March 2026, 04:17

Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn: Bewährungsstrafen für Blockade der Startbahn

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Demonstration, einige halten Taschen und Papiere, mit Schildern und Puppen im Hintergrund unter Deckenlampen.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn: Bewährungsstrafen für Blockade der Startbahn

Zwei Klimaaktivist:innen der Gruppe Letzte Generation sind wegen der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im vergangenen August verurteilt worden. Der Protest sorgte für erhebliche Behinderungen, führte zu Flugausfällen und betraf tausende Passagiere. Ein Gericht verhängte nun gegen beide Angeklagten Bewährungsstrafen.

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Der Vorfall ereignete sich im August 2024, als sich eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann an einer Zufahrt zur Start- und Landebahn des Flughafens festklebten. Ihre Aktion zwang die vorübergehende Einstellung des Flugbetriebs: 20 Flüge fielen aus, ein Flugzeug wurde umgeleitet, und drei Maschinen mussten zum Gate zurückkehren. Rund 3.000 Reisende hatten mit unmittelbaren Verspätungen zu kämpfen, weitere 13.000 waren indirekt betroffen. Der Flughafen bezifferte die Einnahmeausfälle auf mindestens 50.000 Euro.

Das Duo wurde für seine Beteiligung an der Blockade angeklagt und verurteilt. Der 27-Jährige erhielt eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige neun Monate – ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. Zudem müssen beide je 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

An anderen deutschen Flughäfen gab es an diesem Tag keine Aktionen der Letzten Generation, obwohl Berichte von einer separaten Blockade am Flughafen Hamburg sprechen, ohne den genauen Zeitpunkt zu bestätigen.

Die Verurteilungen folgen auf einen Protest, der am Flughafen Köln/Bonn erhebliche betriebliche und finanzielle Schäden verursachte. Die Strafen für die Aktivist:innen umfassen Bewährungsauflagen, Geldbußen und Gemeinschaftsdienst. Der Fall zeigt die rechtlichen Konsequenzen auf, die mit direkten Aktionen gegen kritische Infrastruktur verbunden sind.

Quelle