Kölner Dom plant erstmals Eintrittsgeld – Kritik an "problematischem" Vorhaben
Ida KönigEhemaliger Dom-Architekt kritisiert geplante Eintrittspreise für den Kölner Dom - Kölner Dom plant erstmals Eintrittsgeld – Kritik an "problematischem" Vorhaben
Kölner Dom könnte erstmals Eintrittsgeld verlangen
Der Kölner Dom, der jährlich sechs Millionen Besucher anzieht, könnte bald erstmals eine Eintrittsgebühr erheben – ein Vorhaben, das auf Kritik stößt. Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner nannte den Plan "sehr problematisch" und warnte, er könnte die Rolle des Doms in der Stadt verändern.
Die Kathedrale, eine der bekanntesten katholischen Stätten der Welt und Aufbewahrungsort der Reliquien der Heiligen Drei Könige, plant die Einführung der Gebühren in der zweiten Jahreshälfte. Die genauen Kosten stehen jedoch noch nicht fest. Schock-Werner argumentierte, dass Eintrittsgelder Besucher abschrecken und den Zugang auf wohlhabendere Touristen beschränken könnten.
Die öffentliche Ablehnung solcher Gebühren hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Zwischen 2021 und 2026 lösten erste Pläne für Eintrittsgelder an historischen Stätten wie der Aachener Pfalzkapelle Proteste und Petitionen von Kirchengruppen und lokalen Initiativen aus. Doch seit 2024 ebbte der Widerstand ab, nachdem Pilotprojekte in Bayern – etwa in der Wieskirche – zeigten, dass die Einnahmen aus Ticketverkäufen dringende Sanierungsarbeiten finanzieren halfen.
Der Schritt des Doms folgt einem größeren Trend, den Zugang zu Kulturerbestätten kostenpflichtig zu gestalten. Zwar erkannte Schock-Werner den Bedarf an zusätzlichen Mitteln an, betonte jedoch, dass Gebühren die kulturelle und spirituelle Bedeutung des Bauwerks untergraben könnten. Eine endgültige Entscheidung über Preise und Umsetzung wird noch in diesem Jahr erwartet.






