Kulturhaushalt 2027/28: Österreich kürzt Millionen – wer profitiert, wer verliert?
Tobias FischerKulturhaushalt 2027/28: Österreich kürzt Millionen – wer profitiert, wer verliert?
Die österreichische Bundesregierung hat den Haushalt für Kunst und Kultur für die Jahre 2027 und 2028 finalisiert. Die Mittel werden 2027 um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro gekürzt, wobei in zentralen Bereichen weitere Anpassungen vorgenommen werden. Durch Verhandlungen konnten tiefgreifendere Kürzungen abgewendet werden, dennoch sind mehrere Einrichtungen von den Einsparungen betroffen.
Der Gesamtetat für Kunst und Kultur sinkt 2027 auf 181 Millionen Euro – ein Minus von 13,6 Millionen Euro. Die Bundesmuseen müssen sich mit 151,2 Millionen Euro für beide Jahre begnügen. Zudem wurden keine Mittel für die geplanten Sanierungen in großen Bundesmuseen bereitgestellt.
Die Basisfinanzierung der Bundestheater bleibt in den nächsten zwei Jahren bei 204,2 Millionen Euro stabil. Am Burgtheater feierte kürzlich Haut um Haut unter der Regie von Stefan Bachmann Premiere.
Die Filmförderung bleibt in einigen Bereichen konstant. Das Programm FISAplus erhält 2027 55 Millionen Euro und 2028 53 Millionen Euro. Das Budget des Österreichischen Filminstituts ist für beide Jahre mit 37 Millionen Euro veranschlagt. Das Förderprogramm ÖFI+ wird mit 2,5 Millionen Euro ausgestattet und unterstützt damit die Verbreitung sowie innovative Filmprojekte.
Die Haushaltsanpassungen sorgen in manchen Sektoren für Stabilität, während andere Bereiche weniger Unterstützung erhalten. Bundesmuseen und der allgemeine Kunstetat müssen Kürzungen hinnehmen, während Theater und Filminitiativen weiterhin gezielte oder stabile Zuweisungen erhalten. Die Änderungen treten 2027 in Kraft und gelten bis 2028 fort.






