23 March 2026, 20:32

Münster eröffnet "Themenraum Kolonialismus" für Schulen und Öffentlichkeit

Plakat, das die große Ballon-Kaptif bei der Exposition Universelle 1900 ankündigt, mit Heißluftballons, Gebäuden, Bäumen und Text.

Münster eröffnet "Themenraum Kolonialismus" für Schulen und Öffentlichkeit

Städtisches Museum Münster präsentiert neues Bildungsprojekt zu deutschem Kolonialismus

Das Städtische Museum Münster startet eine neue Bildungsinitiative zum Thema deutscher Kolonialismus. Der "Themenraum Kolonialismus" eröffnet mit speziellen Studientagen für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen am 8. und 9. Oktober. An dem Projekt wirken 15 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen mit, darunter das Museum selbst, das Historische Seminar der Universität Münster und das Institut für Geschichtsdidaktik.

Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des deutschen Kolonialismus und dessen bis heute spürbare Auswirkungen. Auftragskunstwerke veranschaulichen, wie koloniale Spuren die moderne Gesellschaft noch immer prägen. Parallel dazu endet am 12. Oktober die aktuelle Schau des Museums über den Fotografen Pan Walther.

Der "Themenraum Kolonialismus" bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit historischen und zeitgenössischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. An den Studientagen am 8. und 9. Oktober steht ein eigens eingerichteter Arbeitsraum für Diskussionen und Gruppenprojekte zur Verfügung. Eine Reservierung des Raums ist per Telefon oder E-Mail möglich, für die Teilnahme an den Studientagen selbst ist keine Anmeldung erforderlich. Studierende der Universität stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am 11. Oktober um 16 Uhr statt. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro; Treffpunkt ist das Museumsfoyer. Die gezeigten Kunstwerke und Materialien verbinden koloniale Vergangenheit mit gegenwärtigen Realitäten.

Münster ist nicht die einzige Stadt, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Berlin eröffnete kürzlich seine erste Dauerausstellung zu Kolonialismus, Rassismus und schwarzem Widerstand. Freiburg zeigt von Juni bis Oktober 2026 die Ausstellung "Marcel van Eeden. 6. August 1870", die Nationalismus und Kolonialismus untersucht. Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum bietet im Rahmen seines Programms zudem antikoloniale Führungen an.

Weitere Studientage sind für Dezember 2025 und Februar 2026 geplant. Nähere Informationen finden sich auf der Website des Museums unter stadt-unser/kolonialismus.

Der "Themenraum Kolonialismus" schafft einen Ort des Lernens und der Reflexion über Deutschlands koloniale Vergangenheit. Mit Führungen, Studienangeboten und kreativen Workshops regt das Projekt zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der Geschichte an. Münsters Initiative reiht sich damit in ähnliche Projekte in Berlin, Freiburg und Köln ein, die sich bundesweit mit den Folgen des Kolonialismus befassen.

Quelle