NRW setzt auf Wasserstoff-Importe, um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen
Lotta MüllerNRW setzt auf Wasserstoff-Importe, um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen
Nordrhein-Westfalen steht vor einem starken Anstieg der Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff bis 2045. Die eigene Produktion des Landes wird den künftigen Bedarf nicht decken können – Importe werden daher eine Schlüsselrolle spielen. Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW zeigt nun auf, wie Wasserstoff effizient ins Land gebracht werden kann.
Im Jahr 2024 veröffentlichte die Landesregierung die „Wasserstoff-Importstrategie für Nordrhein-Westfalen“. Der Plan betont, dass sowohl Pipeline- als auch schiffbasierte Importe notwendig sind, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Als kostengünstigste Optionen gelten Pipelinerouten aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel und Skandinavien.
Schiffstransporte könnten dem Land zusätzliche globale Bezugsquellen erschließen. Diese Flexibilität wäre besonders wichtig, um die Nachfrage aus der energieintensiven Industrie, dem Mittelstand und dem Energiesektor zu bedienen. Der Ausbau der heimischen Produktion und erneuerbarer Energien wird zwar einen Teil des Bedarfs decken – jedoch nicht vollständig.
Der Bericht schlägt zudem grünen Ammoniak als kurzfristige Lösung vor. Dieser könnte in bestehenden Industrieanwendungen grauen Ammoniak ersetzen, während das Wasserstoff-Versorgungsnetz ausgebaut wird.
Nordrhein-Westfalen muss auf eine Kombination aus heimischer Produktion und Importen setzen, um seinen Wasserstoffbedarf zu decken. Effiziente Transportwege und alternative Kraftstoffe wie grüner Ammoniak werden dabei entscheidend sein. Ziel der Strategie ist es, eine stabile und nachhaltige Versorgung für Industrie und Energieversorger zu sichern.
