06 May 2026, 08:33

NRW und Bundeswehr starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Ein Buch, das bunt gefärbte Militäruniformen der Deutschen Armee zeigt, mit detaillierten Elementen wie Helmen und Gewehren, begleitet von beschreibendem Text.

NRW und Bundeswehr starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Nordrhein-Westfalen (NRW) hat einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Militär und privater Wirtschaft unternommen. Zum ersten Mal trafen sich Vertreter der Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes mit dem Landeskommando der Bundeswehr in Düsseldorf. Ziel des Treffens war es, Möglichkeiten auszuloten, wie Unternehmen die sich wandelnden Verteidigungsbedürfnisse Deutschlands angesichts der jüngsten Sicherheitsherausforderungen unterstützen können.

An der Veranstaltung nahmen rund 30 Delegierte aus den NRW-IHKs, Ministerien der Landesregierung und militärische Führungskräfte teil. Brigadegeneral Müller betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und bezeichnete diese als entscheidend für die nationale Widerstandsfähigkeit. Die Industrie- und Handelskammern sieht er als zentrale Partner, um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu sichern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die deutsche Sicherheitspolitik hat sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine grundlegend gewandelt und legt nun stärkeren Fokus auf Verteidigungsfähigkeit. Eine funktionsfähige Wirtschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle – von der sicheren Energieversorgung über zuverlässige Transportwege bis hin zur Beschaffung jenseits klassischer Rüstungsgüter. In der Veranstaltung wurde erläutert, wie sich Unternehmen in Verteidigungsaufträge einbinden und relevante Ansprechpartner finden können.

Vertreter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) sowie des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) skizzierten die Anforderungen der Streitkräfte. Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Bedeutung einer effektiven Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und der regionalen Wirtschaft. Themen waren zudem der „Einsatzplan Deutschland“, der die Rolle des Militärs in das gesamtstaatliche Verteidigungskonzept einbindet – einschließlich des „German Hub“-Modells und des Verstärkungs- und Nachhaltigkeitsnetzwerks (Reinforcement and Sustainment Network, RSN).

Das gemeinsame Briefing markiert den Beginn einer strukturierteren Partnerschaft zwischen der NRW-Wirtschaft und der Bundeswehr. Angesichts wachsender Sicherheitsrisiken wird die Beteiligung der Privatwirtschaft in den Bereichen Logistik, Infrastruktur und Beschaffung immer wichtiger. Künftig soll die Zusammenarbeit vor allem konkrete Maßnahmen umfassen, um militärische Erfordernisse mit industriellen Kapazitäten in Einklang zu bringen.

Quelle