27 April 2026, 08:17

Obdachloser nach jahrelanger Flucht vor Haftstrafe in Hagen festgenommen

Ein Polizeibeamter in Uniform steht neben einem schwer beschädigten Auto am Straßenrand, mit eingedrückter Motorhaube und zersplitterten Fenstern, neben einem Verkehrskegel und einem bandagierten Pfahl, mit Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Obdachloser nach jahrelanger Flucht vor Haftstrafe in Hagen festgenommen

Ein 25-jähriger obdachloser Mann aus Mazedonien ist am Montagabend am Hauptbahnhof Hagen festgenommen worden, nachdem er sich einer gerichtlich verhängten Strafe entzogen hatte. Der Mann hatte weder eine Geldstrafe bezahlt noch eine Haftstrafe angetreten, zu der er im Juni vergangenen Jahres wegen Betrugsdelikten verurteilt worden war.

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Bundespolizisten nahmen den Gesuchten am 7. April auf Grundlage eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Hagen fest. Seine Identität wurde vor Ort mittels Fingerabdruck überprüft und bestätigt.

Der Haftbefehl ergab sich aus einem Urteil des Amtsgerichts Hagen von 2024, das den Mann wegen dreifachen Leistungsbetrugs zu einer Geldstrafe von 1.125 Euro verurteilt hatte – umgerechnet in 75 Tagessätze zu je 15 Euro. Alternativ war eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen vorgesehen, falls die Strafe nicht beglichen würde. Da er weder zahlte noch die Haft antrat, erließ die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl, der nun zu seiner Festnahme führte.

Mittlerweile wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, um die 75-tägige Haftstrafe anzutreten.

Die Festnahme stellt sicher, dass der Verurteilte seine Haftstrafe nun wie ursprünglich angeordnet verbüßt. Der Fall folgt einem in Deutschland gängigen Vorgehen, bei dem nicht gezahlte Geldstrafen in Freiheitsentzug umgewandelt werden. Die Behörden bestätigten, dass das Verfahren den gesetzlichen Vorgaben entsprochen habe.

Quelle