Olaf Scholz schreibt kein klassisches Memoir – sondern ein Buch zum Nachdenken
Lotta MüllerScholz: Mein Buch soll nicht auf jeder Seite langweilig sein - Olaf Scholz schreibt kein klassisches Memoir – sondern ein Buch zum Nachdenken
Ehemaliger Bundeskanzler Olaf Scholz arbeitet derzeit an einem Buch. Er beschreibt das Projekt als eine Sammlung von "Erinnerungen, die sich mit Politik auseinandersetzen". Anders als klassische politische Memoiren soll das Werk unterhaltsam und alles andere als langweilig werden.
Scholz ist seit langem ein begeisterter Leser. Selbst während seiner Amtszeit griff er auf Flügen regelmäßig zu Büchern – inspiriert von Buchhandelsempfehlungen und Rezensionen in Zeitungen. Literatur helfe ihm, die Welt besser zu verstehen, und bewahre ihn davor, durch die Geschichten, die ihm begegnen, "abgestumpft" zu werden, so der Altkanzler.
Er ist überzeugt, dass Autobiografien mehr leisten sollten, als nur Ereignisse zu schildern. Stattdessen müssten sie Lesern helfen, die Zeit zu begreifen, in der politische Persönlichkeiten lebten. Sein eigenes Buch wird diesem Ansatz folgen: Es verbindet persönliche Reflexionen mit größeren politischen Themen.
Abseits vom Schreiben und Lesen bleibt Scholz aktiv – durch Joggen. Allerdings gibt er zu, dass ihn seine Frau zu dieser Gewohnheit ermutigt.
Über den genauen Inhalt des Buches herrscht noch Unklarheit, da Scholz bisher keine detaillierten Pläne preisgegeben hat. Fest steht: Es soll kein herkömmliches politisches Erinnerungswerk werden, sondern zum Nachdenken anregen. Das Buch wird seine eigenen Erfahrungen aufgreifen und gleichzeitig Einblicke in die Epoche geben, die er mitgeprägt hat.






