07 June 2026, 02:16

Pflegeversicherung: Höhere Abgaben für Kinderlose und Streit um Elternunterhalt

Wirtschaftsberater: Lassen Sie Kinder nicht für die Pflege der Älteren zahlen

Pflegeversicherung: Höhere Abgaben für Kinderlose und Streit um Elternunterhalt

Die deutsche Bundesregierung prüft Änderungen bei der Finanzierung der Pflegeversicherung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erwägt, den Zuschlag für kinderlose Versicherte zu erhöhen. Gleichzeitig äußert der Wirtschaftsexperte Martin Werding Bedenken gegen einen weiteren Vorschlag, der die finanziellen Beiträge erwachsener Kinder für die Pflege ihrer Eltern früher greifen lassen soll.

Aktuell zahlen kinderlose Erwachsene einen Zuschlag von 0,6 Prozent auf ihr Einkommen für die Pflegeversicherung. Ministerin Warken prüft nun eine Anhebung auf 0,7 Prozent, um die wachsenden Kosten des Systems zu decken und die Finanzierung zu stärken.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass erwachsene Kinder früher als bisher finanziell zur Pflege ihrer Eltern beitragen müssen. Werding warnt vor dieser Idee. Er befürchtet, dass ältere Menschen aus Sorge vor höheren Belastungen für ihre Kinder eher darauf verzichten, Unterstützung beim Sozialamt zu beantragen.

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Werding argumentiert, dass erwachsene Kinder bereits einen erheblichen Teil der Pflegekosten ihrer Eltern tragen. Dies entlaste das gesetzliche Versicherungssystem. Statt die Familien stärker zu belasten, spricht er sich für eine Erhöhung des Zuschlags für kinderlose Versicherte als gerechtere Lösung aus.

Die Debatte dreht sich um die Frage, wie der Finanzierungsbedarf mit den familiären Verantwortlichkeiten in Einklang gebracht werden kann. Ein höherer Zuschlag für kinderlose Erwachsene könnte zusätzliche Einnahmen für die Pflegeversicherung bringen. Gleichzeitig gibt es weiterhin Bedenken, welche Auswirkungen frühere finanzielle Forderungen an erwachsene Kinder und deren Eltern hätten.

Quelle