Radfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Schulzone in Nachrodt-Wiblingwerde
Lotta MüllerRadfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Schulzone in Nachrodt-Wiblingwerde
Radsportler mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit in Schulzone von Nachrodt-Wiblingwerde geblitzt
Am 18. März 2026 wurde ein Radfahrer in einer Schulzone in Nachrodt-Wiblingwerde mit nahezu doppelter erlaubter Geschwindigkeit gemessen. In dem Bereich gilt ein Tempolimit von 30 km/h – Kontrollen sind dort besonders streng, vor allem in der Nähe von Bildungseinrichtungen.
Der Radfahrer erreichte 59 km/h in einer Zone, in der maximal 30 km/h erlaubt sind. Die Gegend umfasst eine Schule, eine Sporthalle und ein Schwimmbad, weshalb die Geschwindigkeitsüberwachung hier Priorität hat. Obwohl der Fahrer nicht angehalten wurde, liegen die üblichen Strafen für solche Verstöße zwischen 15 und 35 Euro.
Hätten die Behörden eingriffen, hätte der Radfahrer möglicherweise auch einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg riskiert – vorausgesetzt, die Raserei hätte eine konkrete Gefahr dargestellt. Die Kontrolle konzentrierte sich zwar vorrangig auf motorisierte Fahrzeuge, doch der Radfahrer gehörte zu den schnellsten, die an diesem Tag erfasst wurden.
Der Fall reiht sich in andere ungewöhnliche Blitzer-Vorfälle in Deutschland ein. Erst kürzlich erhielt ein Autofahrer in Köln versehentlich eine Rechnung über 7.500 Euro statt 75 Euro – ein Tippfehler auf der A555 war schuld. Falsche Bescheide, manipulierte Schilder und behördliche Patzer häufen sich zunehmend bei Verkehrsüberwachungen.
Für den Radfahrer blieb der Vorfall zunächst ohne Folgen, da er während der Aktion nicht gestoppt wurde. Doch Tempolimits gelten für alle Verkehrsteilnehmer – auch für Radfahrer. Verstöße in Schulnähe werden oft besonders hart bestraft. Der Fall zeigt einmal mehr die anhaltenden Herausforderungen bei der Verkehrsüberwachung und der Genauigkeit von Sanktionen.






