25 March 2026, 06:17

Renault macht aus Altbatterien wertvolle Rohstoffe – und revolutioniert die Lieferkette

Liniengraph, der den Anstieg der Batterie-Elektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault macht aus Altbatterien wertvolle Rohstoffe – und revolutioniert die Lieferkette

Renault Gruppe revolutioniert Batterie-Lieferkette: Akkus als wertvolle Ressource statt Einwegprodukt

Die Renault Gruppe hat ihre Batterie-Lieferkette grundlegend umgestaltet, indem sie Akkus nicht länger als Wegwerfartikel, sondern als hochwertige Vermögenswerte behandelt. Dieser Wandel ist Teil der Bestrebungen des Automobilkonzerns, ein vollständig kreislauffähiges System zu etablieren, das Stillstandszeiten verkürzt und die Effizienz steigert. Da Batterien bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs ausmachen, setzt das Unternehmen nun eine Strategie um, die Beschaffung, Wiederverwendung und Recycling von Akkus neu definiert.

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Die Herausforderung begann mit der unberechenbaren Natur der Batterievorschriften. Da sie als Gefahrgut eingestuft werden, variieren die Handhabungsregeln nicht nur von Land zu Land, sondern sogar von Bundesland zu Bundesland – allein in Deutschland gelten unterschiedliche Anforderungen. Renaults Lösung besteht in einer mehrdimensionalen Lieferkette, in der Bauteile in Kreisläufen und nicht linear fließen. Ziel ist es, Fahrzeuge nicht länger als 15 bis 20 Tage außer Betrieb zu halten und Verzögerungen durch ein 360-Grad-Modell zu minimieren, bei dem jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist.

Ein zentrales Hindernis war die Echtzeit-Transparenz der Daten. Da Partner unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Systeme nutzen, gestaltete sich die Nachverfolgung von Batteriebewegungen schwierig. Um dies zu bewältigen, führte Renault KI-gestützte Plattformen wie den Open Data Hub ein, die bis Anfang 2026 eine lückenlose Rückverfolgbarkeit – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling – gewährleisten sollen.

Kernstück des Systems ist ein Batterie-Tauschprogramm, das durch Initiativen wie das erste offene Metallwerk der Welt für das Recycling von Batteriematerialien unterstützt wird, das 2024 den Betrieb aufnahm. Partnerschaften mit Eurobattery Minerals sichern die nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen, während die ReFactory-Anlage Materialien für die Wiederverwendung aufbereitet. Seit der Vorstellung der Strategie im Jahr 2023 integriert Renault diese Elemente schrittweise in eine kohärente, datengestützte Lieferkette.

Renaults Ansatz reduziert Abfall und beschleunigt die Fahrzeugumlaufzeiten. Durch die Behandlung von Batterien als langfristige Vermögenswerte senkt das Unternehmen Kosten und verbessert die Nachhaltigkeit. In der nächsten Phase sollen bis 2026 die vollständige Implementierung der KI-gestützten Verfolgung sowie erweiterte Recyclingkapazitäten folgen.

Quelle