Rettungsdienste in NRW am Limit: Personalmangel gefährdet Notfallversorgung
Ida KönigRettungsdienste in NRW am Limit: Personalmangel gefährdet Notfallversorgung
Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit wachsenden Herausforderungen durch Personalmangel
Die Freien Wähler haben auf gravierende Lücken im aktuellen System hingewiesen – darunter fehlt es an gesetzlich festgelegten Höchstzeiten für die Ankunft von Rettungswagen. Der Verband warnt, dass Bürger künftig deutlich längere Wartezeiten auf den Notarzt in Kauf nehmen müssen. Ein Hauptgrund dafür ist der bevorstehende Ruhestand vieler Rettungskräfte in den kommenden Jahren.
Nach geltendem Recht sind die Kommunen für eine ausreichende Personalausstattung verantwortlich. Doch die Ausbildung neuer Kräfte ist kostspielig und für kleinere Städte oft kaum zu stemmen. Bisher findet der Großteil der Ausbildungen in Großstädten statt, was dazu führt, dass Fachpersonal häufig von kleineren Gemeinden abgeworben wird.
Um diese Probleme zu lösen, fordert der Verband mehrere Reformen: So sollen verbindliche Höchstzeiten für den Eintreffzeitpunkt von Ersthelfern im Rettungsdienstgesetz verankert werden. Zudem verlangt er die Einrichtung von Berufsschulen und Ausbildungszentren in der gesamten Region. Darüber hinaus setzt sich die Vereinigung für staatliche Zuschüsse ein, um Ausbildungsgehälter zu finanzieren sowie eine vollständige Kostenübernahme für schulische Ausbildungen durch die zuständigen Träger.
Ohne Gegenmaßnahmen drohen sich die Einsatzzeiten von Rettungswagen in Nordrhein-Westfalen weiter zu verschlechtern. Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, den Zugang zu Ausbildungsplätzen zu verbessern und stabile Personalstandards zu sichern. Der Verband betont, dass diese Schritte unverzichtbar sind, um die Zuverlässigkeit der Notfallversorgung langfristig zu gewährleisten.






