Reul greift Fußballvereine wegen lascher Reaktion auf Stadionrowdys an
Tobias FischerReul greift Fußballvereine wegen lascher Reaktion auf Stadionrowdys an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine für ihre zögerliche Reaktion auf Stadionrowdys scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach fürchten die Clubs vor allem die Reaktionen ihrer eigenen Ultra-Fans.
Reul moniert, dass trotz umfassender Überwachung und modernster Kameratechnik Straftäter in Stadien oft nicht schnell genug identifiziert und zur Verantwortung gezogen würden. Unverständlich sei für ihn, dass über die Kosten überhaupt diskutiert werde – die Sicherheit in Stadien sei eine staatliche Aufgabe, betont er.
Der Minister schlägt nun ein neues Gesetz vor, das Vereine für übermäßige Verzögerungen bei der Aufarbeitung solcher Vorfälle bestrafen soll. Gleichzeitig lehnt er es strikt ab, dass Fußballclubs die Polizeipräsenzen bei Spielen privat finanzieren.
Reuls Kritik unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Stadionsecurity und der Verantwortungsfrage. Seine geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, Verfahren gegen Straftäter zu beschleunigen und die finanziellen Zuständigkeiten klar zu regeln. Wer die Sicherheitskosten tragen soll, bleibt jedoch weiterhin umstritten.






