08 June 2026, 08:14

Schlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch Zeitdruck wächst

Stroke Unit: SPD bezeichnet Kritik von Kplus Group als 'peinlich und nervig'

Schlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch Zeitdruck wächst

Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden wurden von der Kplus Gruppe fallen gelassen. Die Entscheidung wird von lokalen Politikern begrüßt, darunter Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag. Sie bezeichnete den Schritt als „wichtigen Fortschritt für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann“.

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Das städtische Krankenhaus in Solingen erfülle bereits die hohen Anforderungen für fortschrittliche Diagnostik und Behandlung, betonte Preuß-Buchholz. Dies sei ein zentraler Grund, warum eine Verlegung der Dienstleistungen unnötig gewesen sei. Gleichzeitig kritisierte sie die Abwesenheit von Sebastian Haug, dem direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten, und stellte dessen Engagement für die Gesundheitsversorgung in Solingen infrage.

Die volle Verantwortung für die jüngsten Unsicherheiten wies Preuß-Buchholz der Führung der Kplus Gruppe zu. Die früheren Vorwürfe des Konzerns gegen lokale Verantwortungsträger nannte sie „peinlich und empörend“ und verwies darauf, dass die Krankenhausfinanzierung eine gemeinsame Aufgabe sei. Zwar habe die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses dringenden Handlungsbedarf geschaffen, doch dürfe die Schuld nicht beim Krankenhaus, dem Oberbürgermeister oder den örtlichen SPD- und Grünen-Fraktionen gesucht werden.

Nun müsse das städtische Krankenhaus zügig eine neue neurologische Abteilung inklusive einer Stroke Unit errichten, mahnte Preuß-Buchholz. Dies werde eine „gewaltige Herausforderung“, die dringend finanzielle Unterstützung erfordere. Sie forderte konkrete Zusagen der Landesregierung für die Finanzierung der mehrstelligen Millioneninvestitionen in Solingens Gesundheitswesen.

Mit dem Stopp der Verlegungspläne bleibt die Schlaganfallversorgung vorerst in Solingen. Doch das Krankenhaus steht nun unter Zeitdruck, um die spezialisierte neurologische Einheit aufzubauen. Entscheidend für die Einhaltung der Fristen und die langfristige Stabilität der Gesundheitsversorgung wird die Landesförderung sein.

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