29 March 2026, 18:23

Solarförderung 2027: Warum kleine Dachanlagen plötzlich unwirtschaftlich werden könnten

Plakat, das eine 2023er Steuergutschrift von bis zu 30% für die Kosten der Dachsolarinstallation bewirbt, mit Bäumen und einem Gebäude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Solarförderung 2027: Warum kleine Dachanlagen plötzlich unwirtschaftlich werden könnten

Geplante Kürzung der Solarförderung könnte kleine Dachprojekte unrentabel machen

Ab 2027 plant die Bundesregierung, die EEG-Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt Peak (kWp) abzuschaffen. Forscher warnen, dass dieser Schritt viele Hausbesitzer und Investoren davon abhalten könnte, Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern zu installieren.

Eine Studie im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt die Risiken des Wegfalls der finanziellen Unterstützung auf. Die Wirtschaftswissenschaftler Andreas Fischer und Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln haben die möglichen Folgen analysiert. Ihre Ergebnisse deuten auf einen deutlichen Rückgang bei Neubauten hin, falls die Förderung entfällt.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat den Vorschlag eingebracht, die EEG-Einspeisevergütung zu streichen. Zwar liegen noch keine genauen Zahlen vor, doch schätzt ein Solarindustrieverband, dass bis zu 60 Prozent der potenziellen Investoren von Dachprojekten Abstand nehmen könnten. Die Änderung betrifft nur Neuanlagen; bestehende Anlagen bleiben unberührt.

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Kritiker betonen, dass kleine Solaranlagen eine zentrale Rolle für die Energiewende in Deutschland spielen. Ohne Subventionen könnten viele Gebäudeeigentümer die Kosten als zu hoch empfinden, um eine Installation zu rechtfertigen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit alternativer Anreize, um die Wirtschaftlichkeit von Dachsolaranlagen zu erhalten.

Die geplante Förderkürzung könnte 2027 in Kraft treten und neue Kleinstanlagen treffen. Ohne finanzielle Unterstützung dürften weniger Mehrfamilienhäuser Solarmodule auf ihren Dächern installieren. Die Entscheidung liegt nun bei den politischen Verantwortlichen, die wirtschaftliche Interessen gegen Klimaziele abwägen müssen.

Quelle