Solingen gründet "Büro der Armutskonferenz" für schnelle Hilfe vor Ort
Tobias FischerSolingen gründet "Büro der Armutskonferenz" für schnelle Hilfe vor Ort
Solingen startet „Büro der Armutskonferenz“ zur Bekämpfung lokaler Not
In Solingen ist ein Büro der Armutskonferenz eingerichtet worden, um vor Ort gegen soziale Härten vorzugehen. Die erste Sitzung fand im Mehrgenerationenhaus an der Van-Meenen-Straße statt. Die Initiative soll die Lücke zwischen den jährlichen Armutskonferenzen und konkreten Projekten schließen.
Rund 70 Fachleute aus verschiedenen Bereichen nahmen an der ersten Solinger Armutskonferenz teil. Daraus entstand das neue Büro, in dem Vertreter:innen des Sozialausschusses, der Arbeitslosen- und Obdachlosenhilfe, lokale Initiativen sowie Migrant:innen-Selbstorganisationen mitwirken.
Zum Sprecher des Gremiums wurde Horst Koss, Vorsitzender des Sozialausschusses, gewählt. Die Gruppe will sich alle vier Wochen treffen, um Maßnahmen voranzutreiben und sich für von Armut Betroffene einzusetzen. Die Mitglieder bringen direkte Erfahrungen aus ihrer Arbeit oder ihrem ehrenamtlichen Engagement mit benachteiligten Gruppen ein.
Das Büro agiert als zivilgesellschaftliche Initiative, wird aber von der Stadtverwaltung unterstützt. Jan Welzel, Sozialdezernent, und Heike Auer aus der Strategischen Planung steuern ihr Fachwissen bei. Zu den Zielen gehören beschleunigte Entscheidungsprozesse und der Aufbau einer Datenbank mit Hilfsangeboten.
Im Fokus stehen die Bewältigung lokaler Herausforderungen und die Unterstützung bedürftiger Bürger:innen. Durch die Arbeit des Büros soll der Zugang zu Hilfen erleichtert und die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen gestärkt werden. Regelmäßige Treffen und fachlicher Input werden die Arbeit leiten.
