Solingen kämpft mit Gewerbeflächenmangel und riskanter Umwidmung
Solingen steht vor akutem Gewerbeflächenmangel und hoher Verschuldung
Die Stadt Solingen leidet derzeit unter einem Mangel von 32 Hektar gewerblich nutzbarer Flächen – eine Belastung für die finanzielle Stabilität. Eine jüngste Entscheidung zur Umwidmung eines potenziellen Gewerbegebiets hat nun Kritik lokaler Politiker ausgelöst.
Geplant ist, das Gebiet Buschfeld aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und stattdessen als Grünfläche und Ackerland auszuweisen. Dadurch würde sich das Defizit an Gewerbeflächen auf 49 Hektar erhöhen.
Bürgermeisterstellvertreter Budde traf die Entscheidung eigenmächtig, was auf scharfen Widerstand der Freien Demokratischen Partei (FDP) stieß. Die Partei argumentiert, die Stadt könne es sich nicht leisten, gewerbliche Steuerzahler zu verlieren, und müsse stattdessen neue Unternehmen anziehen, um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu sichern.
Zudem kritisiert die FDP die Stadtverwaltung dafür, zu stark von Bundes- und Landesmitteln abhängig zu sein. Man werfe der Stadt vor, zu wenig für die Konsolidierung der Finanzen zu tun. Die Partei fordert Budde auf, seine Entscheidung zu begründen und rückgängig zu machen – andernfalls drohe die Umwidmung ohne Ausgleichsflächen die wirtschaftliche Entwicklung langfristig zu gefährden.
Hinter der Maßnahme steht eine Nachhaltigkeitsstrategie, die bis 2030 die Versiegelung weiterer Flächen auf null reduzieren soll. Doch die Umklassifizierung von Buschfeld würde den Gewerbeflächenmangel in Solingen weiter verschärfen. Die FDP besteht darauf, die Entscheidung zu revidieren, um die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt zu wahren. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die Fähigkeit, Unternehmen anzusiedeln und Einnahmen zu generieren, zusätzlich geschwächt werden.






